Brauch in Bayern und der Region im Fasching

Das steckt hinter diesen "Bettelhochzeiten"

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Landkreis - Derzeit geben sich zahlreiche Männer auf einem Misthaufen das das närrische Ja-Wort. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Brauch?

Überall in der Region geben sich Paare das Eheversprechen. Aber nicht im herkömmlichen Sinne. Traualtar ist ein rein biologisch parfümierter Misthaufen.

Die KLJB Aising-Pang erklärt was hinter dem Brauch steckt:

Seit mittlerweile über 100 Jahren wird in einigen bayerischen Dörfern zur Faschingszeit auf ganz besondere Art und Weise geheiratet. In einer schon lange zuvor geplanten Zeremonie geben sich zwei möglichst gegensätzliche Männer auf einem Misthaufen das Jawort. Früher feierten all diejenigen, die sich keinen Besuch auf einem echten Faschingsball leisten konnten, gemeinsam eine solche Bettelhochzeit. Heute werden dafür üblicherweise zwei Männer auserkoren, die in ihrem Aussehen möglichst verschieden sind, und auf einem Misthaufen für die restliche Faschingszeit vermählt.

Jeder Besucher kann bei diesem Spektakel eine feste Rolle einnehmen. Ob Pfarrer, Trauzeuge, Bürgermeister, Verwandter oder Verflossener, je verrückter besetzt, desto größer der Spaß. Vom Ablauf her ist die Bettelhochzeit ähnlich wie eine herkömmliche kirchliche Hochzeit. Sie beginnt 2 traditionell mit einem Hochzeitszug, geht über in eine herzerwärmende Trauungszeremonie mit möglichst närrischen Ansprachen und endet in einer abschließenden Hochzeitsfeier.

Die KLJB Aising-Pang feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Anstelle eines klassischen Festsonntags mit Bierzeltbetrieb zum Jubiläum zu organisieren, entschied sich die Vorstandschaft, andere Wege zu gehen und den alten Brauch der Bettelhochzeit wieder aufleben zu lassen.

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