"Sketch-Up-Ball" in Mietraching

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Mietraching - Zum erwarteten Faschings-Großereignis wurde der traditionelle "Sketch-Up-Ball" im Mietrachinger Kriechbaumer-Saal. Hier die Bilder:

Zum fünfzehnten mal fand das Faschingsfest als Nachfolger des einstigen Stopsler-Balles statt und das Konzept, die gesamte Ortsgemeinschaft an Organisation und Durchführung zu beteiligen, ging abermals auf. Schon im Vorverkauf waren alle Eintrittskarten weggegangen und dementsprechend war kein Stuhl mehr frei, als die „Nacht der Musicals“ von den „Topolinos“ eröffnet wurde.

Viel Mühe hatte sich die Dorfjugend mit der mottogetreuen Dekoration gemacht. Das „Deko-team wurde dafür später mit dem Orden der Haushamer Faschingsgesellschaft geehrt. An den Wänden hingen selbstgemalte Plakate zu bekannten Themen wie Wicked-Die Hexen von Oz, König der Löwen, Phantom der Oper, Elisabeth, Cats, Titanic, Sister Act, der Schuh des Manitou oder Tabaluga & Lilli und von der Saaldecke „grüßten“ Tomahawks, Wigwams, Totems, Geister, Herzen und Noten. Auch die Besucher kamen Größtenteils im Mottokostüm, zu sehen waren zahlreiche Vampire, Indianer, Squaws und Cowboys, sowie Nonnen und das leibhaftige Phantom neben Löwen und Katzen.

Fasching in Mietraching

Bekannt ist der Sketch-Up Fasching aber vor allem durch seine Einlagen, und diesmal war es ein Frontalangriff auf die Lachmuskeln. Als „Eisbrecher“ fungierten zu Anfang die „Miadakiner Burschen“, die als Männerballett auftraten und als „tanzende Beine in schwarz und weiß“ schon die erste Zugabe zeigen mussten. Die Schwierigkeit, dass jeweils ein Bein in der Strumpfhose des Nachbarn steckte, meisterten die Burschen dabei äußerst gekonnt. Wenn Diether Fraunholz als „Miadakina Faschings-Urgestein“ die Bühne betritt, gibt es meist kein halten mehr und auch diesmal hatte er sich wieder etwas Besonderes ausgedacht. Deutlich durch die Maske verjüngt gab er den 24-jährigen Volks-Rock’n`Roller Andreas Gaballier aus der Steiermark und erweichte die Herzen der weiblichen Gäste mit „I sing a Liad für Di“.

Die geforderte Zugabe verweigerte der „Star“ allerdings zunächst, dem Charme der Faschingsprinzessin aus Hausham konnte er sich jedoch später nicht entziehen und legte seinen Auftritt nochmals aufs Parkett. Nachdem die Tanzgruppe „Hot Socks“ aus Ramerberg ihren konditionsraubenden Auftritt hatte, folgte die nächste zwerchfellerschütternde Einlage: Extra aus Bochum vom Starlight-Express war der „Bulldog-Express“ gekommen. Dieter Bräunlich, Joachim und Christian Schweiger sowie die „Eharts“ rockten nicht nur den Saal, sondern zeigten auch wie aus einem kraftlosen Kalb mittels richtiger Nahrung, dem „Hopfentreibstoff“, eine kräftige Kuh oder ein Stier werden kann. Zu einem Musical-Besuch gehört auch ein feines Dinner und die von den Gästen aus dem Norden der Republik (Edith und Thomas Bossmann) dafür ausgesuchte urige Wirtschaft „Zum wuidn Franz“ hielt, was sich die beiden davon versprachen: Der derbe Wirt (Franz Kriechbaumer junior) feuerte eine Schimpftirade auf „de Preißn“ ab und knallte ihnen das Essen nur so auf den Tisch.

Ihm gleich tat es die ebenfalls wenig zimperliche Bedienung (Susi Kriechbaumer), die nicht nur das Bier aus den Krügen spritzen ließ, sondern den Wunsch der Gäste, „mit der Karte“ zu bezahlen mit einem „Ohrwaschl-Rennats“ quittierte. Preis für die „noble“ Bewirtung: „Zwoahundert grodaus, mit Trinkgeld“, wie der Wirt selbstbewusst forderte. Umjubelt dann der Auftritt der Faschinggesellschaft „Grachia“ Hausham, die mit ihren Tollitäten Verena I. und Mathias I, gekommen war und Gardemarsch, Prinzenwalzer und Show zeigte. Nachdem noch Orden an Paul Siersch, Joachim Schweiger, Walter Schmid, Hildegard Weigl, Margit Schäfer sowie Franz und Susi Kriechbaumer vergeben waren, folgte die letzte Einlage: Die Mädchen und Frauen aus Mietraching hatten sich mit ihrem „weltbekannten Starballett“ angekündigt und zeigten als „Lustige Vögel aus Miadkin“, was sich mit Schwarzlicht und langhalsigen Stoffvögeln auf die Bühne zaubern lässt. Die Einlagen waren damit beendet, doch der Geburtstag eines Haushamer Gardemädels nach Mitternacht war für Gäste und Mitwirkende der passende Anlass, noch geraume Zeit zum feiern und tanzen im Saal zu bleiben und so sahen die letzten „Musical-Fans“ dem Vernehmen nach bereits die Morgensonne auf ihrem Heimweg aufgehen.

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