Vorbild Österreich?

Bald Reform? Experte fordert jetzt Rente statt Pension für Beamte

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Beamte erhalten im Alter keine Rente, sondern eine Pension.

Ein Finanzexperte will jetzt der Bundesregierung empfehlen, bei der anstehenden Rentenreform einen Großteil der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung zu holen.

Gibt es bald für viele Beamten Rente statt Pension? Wenn es nach Rentenexperte Bert Rürup ginge, könnte das schon bald der Fall sein. Schließlich steht ab März eine neue grundlegende Reform des deutschen Rentensystems an. Er empfiehlt, das der Großteil der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung eingegliedert werden soll. Zudem sollen auch Lehrer ihren Beamtenstatus komplett verlieren, fordert er gegenüber der Süddeutschen Zeitung.


Rentenexperte Rürup fordert die Eingliederung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung

Dabei verweist er auf den Erfolg in Österreich, wo eine solche Reform bereits 2004 umgesetzt worden sei. Damals wurde dies so vollzogen, "u m langfristig zu sparen und um das allgemeine Rentensystem finanzieren zu können", so Rürup.

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Am Ende sei die "relativ clevere Reform" auch geglückt - schließlich soll ihm zufolge die Rente eines österreichischen Arbeitnehmers zum Renteneintritt durchschnittlich etwa 40 Prozent höher als die eines deutschen Rentners sein.

Außerdem liegt das Rentenalter aktuell dort bei 65 Jahren für Männer und 60 Jahren für Frauen, in Deutschland ist dagegen derzeit geplant, dass das gesetzliche Rentenalter bis 2031 auf 67 Jahre angehoben wird.

Österreich als Modell für neue Rentenreform?

Rürup will dagegen, dass "bei Lehrern, auch bei Hochschullehrern, zudem bei großen Teilen der öffentlichen Verwaltung" künftig auf den Beamtenstatus verzichtet wird. "Es kann eigentlich nicht sein, dass Lehrer an einer Schule unterrichten, von denen der eine Beamter und der andere Angestellter ist", so seine Begründung. "Eine Angleichung der Systeme ergibt Sinn, wenn man im Alter eine Gleichbehandlung haben will", sagt der Rentenexperte.

Experte: Wer weiterhin eine Pension beziehen sollte

Dennoch räumt er ein, dass ein "Übergangsproblem" entstehen könnte: "Wenn man beschließt, wir ersetzen die Beamtenversorgung und stellen nur noch Angestellte ein, so werden die bis dahin in der Beamtenversorgung erworbenen Ansprüche damit ja nicht hinfällig", erklärt Rürup gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

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Sie seien "eigentumsrechtlich geschützt und müssen weiter bedient und finanziert werden". Auch in Österreich werde diese Übergangsphase erst 2040 komplett abgeschlossen sein. Richter, ranghohe Militärangehörige oder Sicherheitskräfte sollten allerdings aufgrund ihrer hoheitlichen Funktion ihren Beamtenstatus behalten.

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jp

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