Kabinett billigt Gesetzentwurf

Kindergeld soll 2021 steigen: So viel Geld sollen Eltern für ihre Kinder bekommen

Familien mit Kindern sollen von weiteren Hilfen profitieren.
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Familien mit Kindern sollen von weiteren Hilfen profitieren.

Nach dem Kinderbonus sind für Familien weitere finanzielle Entlastungen geplant: Das Kabinett hat eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die nicht nur das Kindergeld betreffen.

Die Regierung will Familien in der Corona-Krise weiter finanziell entlasten: Im kommenden Jahr soll das Kindergeld um monatlich 15 Euro steigen, wie ZDF.de berichtet. Dabei handelt es sich um einen zentralen Bestandteil des sogenannten Familienentlastungsgesetzes, das das Kabinett am 29. Juli 2020 beschlossen hat.

Kinderfreibetrag wird angehoben

Auch steuerlich sollen Familien dem Gesetzentwurf zufolge entlastet werden: So soll der Kinderfreibetrag um mehr als 500 Euro auf insgesamt 8388 Euro angehoben werden, berichtet das Nachrichtenportal. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte demnach, Ziel sei es, Familien und Kinder zu stärken. Seinen Angaben zufolge sollen Familien um insgesamt zwölf Milliarden Euro jährlich entlastet werden. Tipp: Eltern können darüber hinaus die Kosten für die Kinderbetreuung steuerlich geltend machen*.

So viel Kindergeld soll es ab 1. Januar 2021 geben

Eine Anhebung des Kindergeldes um 25 Euro war bereits 2018 im Koalitionsvertrag vereinbart worden, schildert das ZDF das Vorhaben. Nach der Erhöhung um 10 Euro im Juli 2019 sollen zum 1. Januar 2021 noch einmal 15 Euro dazukommen. Damit steige das Kindergeld für das erste und zweite Kind auf 219 Euro pro Monat, für das dritte Kind auf 225 Euro und ab dem vierten Kind auf 250 Euro. Vor kurzem wurde zudem der Kinderbonus von 300 Euro beschlossen.

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Höherer Grundfreibetrag ab 2021 geplant - Steuerzahler sollen entlastet werden

Alle Steuerzahler sollen darüber hinaus bei der Einkommensteuer entlastet werden, berichtet das ZDF. So werde der Grundfreibetrag, auf den keine Steuern gezahlt werden müssen, zum kommenden Jahr von 9408 Euro auf 9696 Euro angehoben. Die Grenze, ab der der 42-prozentige Spitzensteuersatz verlangt wird, steige von 57.052 Euro auf ein Jahreseinkommen von 57.919 Euro. Für das Jahr 2022 sei eine weitere Erhöhung dieser Einkommensgrenzen vorgesehen, schreibt das Portal. Das Kabinett beschloss am 29. Juli dem Bericht zufolge zudem eine Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und weitere steuerliche Erleichterungen für pflegende Angehörige.

Allerdings müssten sämtliche Änderungen erst noch von Bundestag und Bundesrat gebilligt werden. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

Quelle: ZDF.de

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