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Überblick über sinnvolle und sinnlose Versicherungen

Diese drei Versicherungen braucht wirklich jeder

Versicherung
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Welche Versicherungen braucht wirklich jeder?

Das Leben ist ein Risiko – nach diesem Motto verkaufen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men vermeintlichen Schutz für alle Lebenslagen. Handys, Möbel, Reiserücktritt, Fahrrad, Gepäck: Es gibt wenig, was sich nicht irgendwie versichern lässt. Sinnvoll ist das in vielen Fällen jedoch nicht. Wir verraten Euch, welche Versicherungen wirklich jeder braucht.

Wann sich Versicherungen lohnen

Ob mal was passieren wird, weiß man vorher nicht. Eine Versicherung ist also eine Art Prophylaxe: Man steckt Geld rein, für den Fall der Fälle. Je nach Art des Falles lohnt es sich dann eben mehr oder weniger. Hier muss man verstehen: Versicherungen sind nicht hauptsächlich für kleine Unfälle da, wie das Handy vom Kumpel fallen lassen oder einen Lackschaden in einem fremden Auto verursachen (zumal das auch teuer werden kann), sondern vor allem für die Extremfälle

Diese Versicherungen sind Pflicht

In Deutschland ist lediglich die Sozialversicherung gesetzlich für jeden Menschen vorgeschrieben. Hierzu gehört unter anderem auch die gesetzliche Rentenversicherung. Wenn Ihr ein Auto zulassen wollt, ist eine KFZ-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, ebenso Pflicht ist eine Krankenversicherung. Andere Versicherungen sind bei bestimmten Berufen oder Tätigkeiten Voraussetzung: zum Beispiel ist eine Jagdhaftpflichtversicherung für die Erteilung eines Jagdscheins vorgeschrieben.

Welche Versicherungen sind unnötig?

Manche Versicherungen muten auf den ersten Blick sinnvoll an, doch schnell wird klar: Eigentlich braucht man sie gar nicht. Wenn Ihr diese kündigt, spart Ihr eine Menge Geld. Ein Überblick über Beispiele für Versicherungen, die man sich sparen kann:

Sterbegeldversicherung: Diese zahlt eine vereinbarte Versicherungssumme aus, wenn der Versicherungsnehmer verstirbt. Dies ist aber ein in Form einer Kapitallebensversicherung teuer erkaufter Sparvertrag. So wird ein großer Teil der Prämien für Verwaltungs- und Risikokosten verwendet. Wer nichts zu vererben hat und seine Angehörigen vor Beerdigungskosten bewahren möchte, sollte eine kostengünstigere Risikolebensversicherung abschließen.

Glasbruchversicherung: Eine kaputte Scheibe kann zwar einige hundert Euro kosten - das bringt aber in den meisten Fällen niemanden an den Rand des Ruins. Steht zudem der Verursacher fest, könnt Ihr dessen Haftpflichtversicherung in die Pflicht nehmen.

Reisegepäckversicherung: Urlaubsreisende werden immer wieder vor die Wahl gestellt, ob sie Reiseversicherungspakete abschließen wollen. Diese sind meist teurer als Einzelversicherungen und enthalten zu dem überflüssige Leistungen. Hierzu zählt die Reisegepäckversicherung, die eintritt, wenn unterwegs das Gepäck gestohlen wird. Für einen verhältnismäßig hohen Beitrag bietet diese Versicherung nur einen sehr begrenzten Schutz und stellt hohe Sicherheitsanforderungen.

Restschuldversicherung: Wenn Ihr einen Kredit abschließt, wird Euch oftmals gleichzeitig eine Restschuldversicherung angeboten. Diese soll dann einspringen, wenn Ihr Eure Raten nicht mehr bedienen könnt – und Euch so vor teuren Mahnungen bewahren. Doch Restschuldversicherungen bringen in den seltensten Fällen etwas und sind meist zu teuer.

Insassenunfallversicherung: Im Rahmen der Kfz-Versicherung kann man bei einem Unfall zusätzlich auch die Fahrzeuginsassen versichern. Es ist jedoch egal wer den Unfall verursacht hat, für Schäden der Mitfahrenden kommt immer eine Kfz-Haftpflichtversicherung auf. Der Fahrer wäre beim selbstverschuldeten Unfall entweder über eine private Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert.

Diese zusätzlichen Versicherungen solltet Ihr unbedingt besitzen

  • Private Haftpflichtversicherung: Sie bezahlt alle Schäden, die man selbst schuldhaft jemand anderen zugefügt hat und das in unbegrenzter Höhe, es ist bei einer privaten Haftpflicht sogar grobe Fahrlässigkeit mitversichert. Wer also einen Unfall verursacht und einen anderen damit z.B. so schwer verletzt, dass er ein Leben lang die Folgeschäden zu tragen hat, der wäre ohne die private Haftpflichtversicherung vermutlich finanziell ruiniert.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Wer durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, der erhält vom Staat lediglich eine Erwerbsminderungsrente, die selten reicht um Kredite, Miete oder Lebensunterhalt zu bezahlen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann der Lebensstandard gehalten und die wichtigsten Zahlungen mit einem vorher festgelegten Betrag getätgt werden.
  • Hausrat- und Wohngebäudeversicherung: Wenn z.B. ein Wasserrohrbruch den Keller flutet gehen die Schäden oft in die Zehntausende. Hier und auch z.B. bei Feuer greift die Wohngebäudeversicherung. Nicht selten wird bei solchen Unglücken auch ein Teil oder sogar der gesamte Hausrat zerstört. Die Hausratversicherung übernimmt die Kosten für die Neuanschaffung.

TIPP: Gedanken machen sollte man sich auch über eine private Altersvorsorge. Da die staatliche Rente in den wenigsten Fällen für den gewohnten Lebensstandard reicht, lohnt es sich, schon während der Berufszeit einen Teil des Gehalts für das Alter zurückzulegen.

Gründe für einen Versicherungscheck

Warum es sich regelmäßig lohnen kann - etwa alle fünf Jahre - die Versicherung zu prüfen:

Lebenssituation: Der erste Job, die Geburt eines Kindes, ein Hauskauf, Zusammenziehen mit der Part­nerin, Renten­beginn oder der Tod des Part­ners – es gibt viele Anlässe, Verträge anzu­passen.

Bessere Leistung: Neue Verträge können bessere Leistungen bieten als alte – erst recht, wenn diese seit Jahren herum liegen. Versicherer über­arbeiten ihre Vertrags­bedingungen regel­mäßig. Zum Beispiel bieten Privathaft­pflicht­verträge heutzutage oft einen viel größeren Schutz­umfang, teils sind die Tarife gleich­zeitig güns­tiger.

Geld sparen: Ein Anbieter- oder Tarifwechsel kann Geld sparen. Tests zeigen, dass Versicherte in manchen Fällen mehrere Hundert Euro im Jahr sparen, etwa mit einer güns­tigen Auto­versicherung.

Ausmisten: Die Kündigung über­flüssiger Versicherungen schont das Budget. Kaum jemand benötigt eine Handy- oder Reisege­päck­versicherung. Kunden ärgern sich häufig, weil der Versicherer nach einem Schaden nicht leistet. Oft zahlt er zu Recht nicht: Bei genauem Lesen des Klein­gedruckten stellt sich heraus, dass manche Schadens­fälle gar nicht versichert sind.

Tipp: Zahlungs­weise ändern

Stellt Eure Versicherungsbeiträge von der monatlichen auf eine jährliche Zahlung um und bezahlt den gesamten Betrag auf einmal, dann fallen schon mal die Ratenzahlungszuschläge weg. Kunden zahlen je nach Versicherer etwa bis zu fünf Prozent weniger Beitrag, wenn sie ihren Vertrag von einer monatlichen Zahl­ungsweise auf die jähr­liche umstellen. 

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