Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wohnen zur Miete

Steuererklärung: Auch als Mieter Nebenkosten von der Steuer absetzen

Die Steuererklärung steht an, Geld, Rechner und Ordner auf einem Tisch.
+
Als Mieter könnt Ihr auch Nebenkosten von der Steuer absetzen.

Die Steuererklärung steht an und Ihr müsst eure Ablage durchforsten? Das kann kniffelig sein. Was Ihr auch als Mieter beachten solltet, steht hier.

Bis zum 31. Oktober müsst Ihr eure Steuererklärung für das Jahr 2021 abgeben – das bedeutet für viele, dass sie sich jetzt noch mit Ihren Rechnungen, Belegen und anderen Schriften auseinandersetzen müssen. Für einige steht auch die Nutzung des Steuerportals ELSTER an, das kann zusätzlich Nerven kosten. Eigentümerinnen und Eigentümer können einiges von der Steuer absetzen – wenn Ihr „nur“ zur Miete wohnt, könnt Ihr allerdings auch Kosten in der Steuererklärung geltend machen. Folgendes solltet Ihr beachten.

Wenn Ihr zur Miete wohnt, könnt Ihr auch Kosten bei der Steuererklärung geltend machen

Als Mieterin oder Mieter könnt Ihr euch ebenfalls Geld vom Staat zurückholen – das macht Ihr mit der Steuererklärung. Ihr könnt teilweise Haus- oder Wohnungsnebenkosten in der Erklärung angeben und bekommt dann Geld zurück. Das gilt unter anderem für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.

Unter haushaltsnahe Dienstleistungen fallen:

  • Straßenreinigung
  • Treppenhausreinigung
  • Dienste einer Umzugsspedition (besonders, wenn Ihr beruflich umziehen müsst)
  • Gartenpflegearbeiten 
  • Reinigung der Wohnung

Zu Handwerkerleistungen gehören beispielsweise:

  • Abflussrohrreinigung
  • Dacharbeiten
  • Schornsteinfeger
  • Fahrstuhlkosten
  • Kellerausbau
  • Wärmedämmung
  • Wasserschadensanierung
  • Schädlingsbekämpfung
  • Renovierungs- und Sanierungskosten

In der Steuererklärung angeben könnt Ihr diese Kosten, wenn Ihr diese über die Nebenkostenabrechnung an euren Vermieter zahlt oder wenn Ihr die Rechnung direkt an den Dienstleister überweist. Die Aufwendungen könnt Ihr jeweils bis zu 20 Prozent bei der Steuer anrechnen. Achtet darauf, dass Ihr die Rechnungen, besonders bei Handwerkerleistungen, nur geltend machen könnt, wenn Ihr diese per Überweisung über die Bank bezahlt habt.

Diese Summen könnt Ihr maximal bei der Steuer angeben:

Haushaltsnahe Dienstleistungen: bis zu 4.000 Euro im Jahr
Handwerkerleistungen: bis zu 1.200 Euro im Jahr

Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie. © MiS/Imago
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent). © Imago/Sabine Gudath
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr. © Imago/Tanya Yatsenko
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen. © Vasily Pindyurin/Imago
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.  © MiS/Imago
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente.
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente. © Panthermedia/Imago
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen.
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen. So steht pflegenden Arbeitnehmern für das Jahr 2021 ein Pauschbetrag von 600 bis 1.800 Euro zu (je nach Pflegegrad). © Ute Grabowsky/Imago
Feuerwehr. Mit einem Ehrenamt lassen sich Steuern sparen.
Sie üben ein Ehrenamt aus? Dann bleiben jährlich 840 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (Stand: 2022). © Martin Wagner/Imago
Fliesenleger bei der Arbeit. Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld.
Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld. © IMAGO/Achim Duwentäster
Optiker mit Brille. Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten.
Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten. © Westend61/Imago

Nebenkosten als Mieter von der Steuer absetzen: Das braucht Ihr als Nachweis

Wenn Ihr Kosten bei der Steuererklärung geltend machen möchtet, dann braucht Ihr einen Nachweis für das zuständige Finanzamt. Dazu nehmt Ihr einfach die Nebenkostenabrechnung, die Ihr von eurem Vermieter bzw. eurer Vermieterin bekommen habt und reicht diese mit der Steuererklärung ein. Diese Angabe bekommt Ihr jährlich – eventuell auch von eurer Hausverwaltung. Wichtig ist, dass darauf ersichtlich wird, welche Kosten für welche Leistungen auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt wurden.

  • Achtet darauf, dass Arbeits- und Materialkosten beispielsweise bei Handwerkerleistungen klar getrennt voneinander aufgeschrieben sind. Falls dies nicht der Fall ist, kann es sein, dass das nicht vom Finanzamt anerkannt wird.

Hintergrund dabei ist, dass Arbeits- und Fahrtkosten steuerlich begünstigt werden, Materialkosten allerdings nicht.
Übrigens: Solltet Ihr bereits Rente beziehen, dann könnt Ihr auch Werbungskosten bei der Steuererklärung absetzen.

Tipp

Solltet Ihr merken, dass die Kosten nicht aufgeschlüsselt sind, bittet den Vermieter/die Vermieterin bzw. Ihre Hausverwaltung darum, dass sie euch eine Kostenübersicht aufstellen. Fragt nach den anteiligen Kosten für die Handwerkerleistungen oder die haushaltsnahen Dienstleistungen.

Kommentare