Völlig unerwartet

Bewerberin erhält Absage, weil sie nach dem Gehalt fragt - die Begründung ist pervers

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Eine Bewerberin erhielt bereits vor dem Bewerbungsgespräch eine Absage - weil sie die falsche Frage stellte.
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Vor dem Bewerbungsgespräch stellt eine Bewerberin eine gewöhnliche Frage - prompt wird sie wieder ausgeladen. Die Begründung klingt wirklich haarsträubend.

"Das Treffen am Donnerstag wird nicht stattfinden." Taylor Byrnes aus dem kanadischen Winnipeg dürfte es wohl die Sprache verschlagen haben, als sie diese Nachricht in ihrem E-Mail Postfach fand. Sie stammte von der Personalchefin von SkipTheDishes, einem Lieferdienst, bei dem sich die Kanadierin beworben hatte. Doch trotz einer Einladung zum Vorstellungsgespräch erhielt sie plötzlich eine Absage - und das schon VOR dem Bewerbungsgespräch! Was war geschehen?

Bewerberin fragt nach dem Gehalt - prompt kommt die Absage

Im Frühling letzten Jahres hatte Byrnes eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten und hatte nun noch eine Frage an die Personalchefin. Deshalb schrieb sie ihr folgende E-Mail:

"Hi Victoria,

ich habe eine weitere Frage, die ich dir gern stellen würde. Sollte ich die Stelle bekommen, was denkst du, wie viel wird mir pro Stunde bezahlt werden? Zusatzleistungen sind auch enthalten, oder?

Entschuldigung, ich dachte nur, dass ich das jetzt lieber fragen sollte. Vielen Dank für deine Zeit und hab noch einen schönen Tag.

Viele Grüße,

Taylor Byrnes"

Doch statt einer Antwort auf ihre Frage, die durchaus höflich formuliert war, erhielt sie am nächsten Tag eine schriftliche Absage. Die Begründung dazu klingt haarsträubend und ist fast schon pervers lächerlich:

"Deine Fragen verraten, dass deine Prioritäten nicht zu denen von SkipTheDishes passen. Das Treffen am Donnerstag wird nicht stattfinden."

In einer zweiten Nachricht kam dann noch eine genauere Begründung, die jedoch nicht weniger zweifelhaft klingt: 

"Hallo Taylor,

deine Fragen sind berechtigt und wir würden gerne erklären, was wir vielleicht nicht deutlich genug kommuniziert haben.

Als Startup-Unternehmen suchen wir nach Menschen, die keine Mühen scheuen, Herausforderungen und neue Chancen zu suchen. Wir glauben an harte Arbeit und Beharrlichkeit, um unsere Unternehmensziele zu erreichen, anstatt uns auf die Entlohnung zu fokussieren. [...] Aus diesen Gründen lassen Fragen über Gehalt und Zusatzleistungen zu solch einem frühen Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, ob du zum Unternehmen passt."

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Bewerberin veröffentlicht E-Mails auf Twitter - so reagieren die User:

Das konnte Byrnes nicht hinnehmen und veröffentlichte die E-Mail-Konversation auf Twitter: Dort waren die User nicht weniger empört. So schrieb eine Nutzerin: "Wie lächerlich. Es ist verständlich, dass sie motivierte Mitarbeiter wollen, aber die Realität ist, dass die meisten von uns arbeiten, weil wir Geld brauchen."

So reagiert die Firma

Doch es dauerte nicht lange und SkipTheDishes meldete sich wohl auf den öffentlichen Druck hin erneut bei der Bewerberin: diesmal mit einer zweiten Einladung zum Vorstellungsgespräch. "Die E-Mail an Taylor repräsentiert nicht die Werte von SkipTheDishes", schreibt eine Mitgründerin der Firma auf Twitter. "Wir haben uns herzlich entschuldigt und ein zweites Gespräch angeboten."

Wie es danach weiterging, ist nicht bekannt. Doch Byrnes könnte wohl die Lust auf ein weiteres Vorstellungsgespräch nach der Nummer vergangen sein.

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Von Andrea Stettner

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