Studie

Kinderbetreuung in Coronakrise oft Müttersache - und was ist mit den Vätern?

Berufstätige Mütter trifft es in der Coronakrise besonders hart, so eine Studie.
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Berufstätige Mütter trifft es in der Coronakrise besonders hart, so eine Studie.

Wie stark müssen Mütter in der Coronakrise wegen der Kinderbetreuung beruflich zurückstecken, und wie steht's mit den Vätern? Eine Studie verrät es.

  • Vor allem viele Mütter* haben sich wegen der Kinderbetreuung im Job zurückgenommen, so eine Studie.
  • Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen könnte sich durch die Coronakrise vergrößern, so die Befürchtung der Autoren.

Eltern in Coronakrise besonders belastest - wer kümmert sich um Kinderbetreuung?

Die Coronakrise hat Eltern auf eine harte Probe gestellt. Laut einer Studie sind vor allem berufstätige Mütter doppelt betroffen. Die Corona-Pandemie berge die Gefahr, Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern wieder zu verfestigen, warnt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Wie n-tv.de berichtet, ging aus der Befragung im April unter 7.677 Erwerbstätigen hervor, dass Mütter die Hauptlast tragen, wenn Eltern in Zeiten geschlossener Kitas und Schulen einspringen müssen. So hätten in Haushalten mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren 27 Prozent der Frauen ihre Arbeitszeit* reduziert, um die Kinderbetreuung zu stemmen - aber nur 16 Prozent der Männer, schreibt das Portal.

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Studie in Coronakrise: Mütter besonders belastet - Rückfall in alte Rollenmuster?

Bei Haushalten mit geringerem oder mittlerem Einkommen falle die Diskrepanz mit einem Abstand von rund zwölf beziehungsweise 14 Prozentpunkten noch größer aus. Familien mit wenig Geld könnten es sich häufig nicht leisten, auf das - meist höhere - Gehalt des Mannes zu verzichten, zitiert der Bericht WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch und Mitautorin der Studie Aline Zucco.

Es drohten somit auf längere Sicht "drastische Folgen für das Erwerbseinkommen von Frauen". Die Lohnlücke* zwischen den Geschlechtern könnte sich durch die Coronakrise weiter demnach vergrößern.

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Studie: Lohunterschiede zwischen Männern und Frauen könnten durch Corona wachsen

Um der Gefahr einer wachsenden Ungleichheit zwischen Frauen und Männern entgegenzuwirken, sei deshalb zumindest für die unteren Einkommensgruppen mehr finanzielle Unterstützung nötig, wenn wegen der Kinderbetreuung in der Coronakrise Arbeitszeit reduziert werden muss.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte ntv.de zufolge, die Politik müsse dringend gegensteuern, indem sie Hilfen für Eltern verlängere und aufstocke. Ansonsten drohten sich alte Rollenmuster wieder zu verfestigen, so die Befürchtung.

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ahu

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