Studie

Das ist das größte Problem von Männern und Frauen im Homeoffice - es ist nicht der Partner

Viele Deutsche arbeiten im Homeoffice sogar lieber als im Büro.
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Viele Deutsche arbeiten im Homeoffice sogar lieber als im Büro.

Viele Beschäftigte arbeiten noch im Homeoffice. Aus Sicht vieler Deutscher könnte das auch so bleiben, wie eine Umfrage ergab. Aber vor allem ein Problem gibt es.

  • Viele Beschäftigte arbeiten gerade noch im Homeoffice.
  • Aus Sicht vieler Deutscher könnte das auch so bleiben, wie eine Umfrage ergab.
  • Dieser Wunsch scheint der Studie zufolge teils auch vom Alter abzuhängen.

Homeoffice als Arbeitsplatz - oder doch lieber ins Büro?

Viele Deutsche würden nach dem Coronavirus-Lockdown* gerne weiterhin im Homeoffice arbeiten - oder zumindest teilweise. Das geht aus einer auf blog.viking.de veröffentlichten Umfrage unter 1.000 deutschen Beschäftigten hervor, die in der Coronakrise von zu Hause aus arbeiten.

Zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Censuswide seien die 1.000 Beschäftigten befragt worden, teilt das Portal mit zu der Studie mit, bei der die Befragten sich zu den Vor- und Nachteilen der "Telearbeit" geäußert hätten.

Die Herausforderung beginnt am "neuen" Arbeitsplatz: Insgesamt waren der Umfrage zufolge nur neun Prozent der Angestellten unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber, doch in Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten sagte knapp jeder siebte Teilnehmer (14,8 Prozent), sein Arbeitgeber sei nicht ausreichend vorbereitet gewesen. 

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Befragung: Das sind die Probleme beim Homeoffice

Eines der größten Probleme der "Telearbeit" (ob in großen und kleinen Unternehmen) ist der Befragung zufolge die Kommunikation. Aber noch weitere Probleme im Homeoffice gibt es:

  • Schlechtere Kommunikation* mit Kollegen (38 Prozent)
  • Fehlende Mitarbeiterführung (26 Prozent)
  • Schwierigkeiten, Deadlines einzuhalten (32 Prozent)

In eigenen Worten hätten einige der Umfrageteilnehmer ihre größten Probleme so beschrieben:

  • Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen, ist beinahe unmöglich.
  • Kommunizieren ist nicht möglich.
  • "Manche Prozesse waren nicht auf Homeoffice ausgelegt und behindern meine Arbeit."
  • "Viele haben Probleme mit der Technik und stabilen Verbindungen."

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Produktiver im Homeoffice als im Büro?

Allerdings, so eine weitere Bilanz aus der Studie, bringe das Homeoffice auch Vorteile mit sich. Insgesamt sagte knapp ein Drittel (32 Prozent), dass sie sich daheim produktiver fühlten. Dafür gebe es verschiedene Gründe: dem Pendelverkehr zu entkommen, die Möglichkeit, jederzeit eine Pause zu nehmen, oder aber es wirken sich aus Sicht von Befragten diese Einflüsse positiv auf die Produktivität aus:

  • Partner (42,2 Prozent)
  • Haustiere (41,8 Prozent)
  • Hilfreiche Nachbarn (32,2 Prozent)
  • Zugang zu Snacks (51,9 Prozent)

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So viele Deutsche würden lieber im Homeoffice arbeiten

Insgesamt wünschte sich knapp die Hälfte der Befragten, auch in Zukunft von zu Hause* zu arbeiten. Noch beliebter ist der Studie zufolge dabei die Option, Telearbeit mit der Arbeit im Büro zu verbinden - was bei 61 Prozent der Befragten gut ankam.

Interessant: Vor allem die jüngere Generation - die 16- bis 34-Jährigen - scheinen der Studie zufolge besser mit der Arbeit im Homeoffice umzugehen als der Rest. Insgesamt seien sie produktiver und hätten weniger Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten, wenn sie von zu Hause aus arbeiten. Dennoch sagte mehr als die Hälfte (55,5 Prozent) von ihnen, sie würden lieber im Büro arbeiten.

Im Gegensatz zu ihren jüngeren Kollegen bevorzugt die Generation 45+ die Arbeit von zu Hause aus, obwohl sie sich dort weniger produktiv fühlen und Schwierigkeiten mit der Kommunikation haben. Knapp 70 Prozent der Angestellten über 34 würden der Befragung zufolge nach einer Lockerung gerne die Arbeit im Homeoffice mit der Arbeit im Büro verbinden, während nur 57 Prozent der 16-34-Jährigen daran interessiert sind.

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ahu 

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