Arbeiten im Paradies: Animateur ist mehr als ein Ferienjob

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Die Teamer bei RUF Reisen betreuen die mitfahrenden Kinder und Jugendlichen rund um die Uhr. Eine pädagogische Ausbildung der Betreuer ist daher wünschenswert.

Berlin - Sonne satt und den ganzen Tag Party: Zehntausende träumen jedes Jahr von einer Stelle als Animateur im warmen Süden. Doch der Job ist echte Knochenarbeit.

Ein herrlicher Sandstrand, ein verträumter Hotel-Pool und überall gut gelaunte Urlauber: Animateure haben einen traumhaften Arbeitsplatz. Jedes Jahr zieht der Job deshalb zehntausende junge Leute an. Aber mit Urlaub unter Palmen und Cocktails am Pool hat Animation rein gar nichts zu tun. Die Reiseveranstalter suchen Organisationstalente, die einen ganzen Sommer lang rund um die Uhr gute Laune verbreiten, Sport und Spiele anleiten und Kinder trösten können. Für Erzieher, Sportstudenten oder Krankenschwestern ist eine Saison im Ferienparadies oft nicht nur ein lukrativer Job, sondern ein wichtiger Baustein im Lebenslauf.

Jedes Jahr im Herbst machen sich die Reiseveranstalter auf die Suche nach Animateuren für den nächsten Sommer. Der Bedarf ist ungebrochen groß. Zwar kommt auf jede offene Stelle eine Vielzahl an Interessenten. Aber Bewerber mit guten Qualifikationen hätten durchaus gute Chancen, sagt Sonja Meyer, Leiterin der Animationsabteilung beim Reiseveranstalter Alltours in Duisburg.

Rangliste: Welchen Berufen wir vertrauen

Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Mit der Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2011“ hat das Magazin Reader’s Digest zum elften Mal die vertrauenswürdigsten Berufe und Marken ermittelt. Rang 20: Politikern vertrauen nur 7 Prozent in Deutschland. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 19: Autoverkäufern vertrauen 10 Prozent. © dpa
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Rang 17: Fußballspielern vertrauen 14 Prozent. © dpa
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Rang 17: Finanzberatern vertrauen 14 Prozent. © dpa
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Rang 16: Gewerkschaftsführer vertrauen 24 Prozent. © dpa
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Rang 15: Reiseveranstaltern vertrauen 28 Prozent der Deutschen. © dpa
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Rang 14: Journalisten vertrauen 29 Prozent. © dpa
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Rang 13: Priester und Pfarrer genießen das Vertrauen von 39 Prozent der Deutschen. © dpa
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Rang 12: Rechtsanwälten vertrauen 50 Prozent. © dpa
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Rang 11: Dem Beruf des Meteorologen schenken 56 Prozent der Deutschen ihr Vertrauen. © dpa
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Rang 10: Der Taxifahrer liegt im Mittelfeld. Ihm vertrauen 55 Prozent. © dpa
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Rang 9: Richter vertrauen 60 Prozent. © dpa
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Rang 8: Lehrern vertrauen 65 Prozent der Deutschen. © dpa
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Rang 7: 78 Prozent der deutschen schätzen Landwirte als vertrauenswürdige Berufsgruppe ein. © dpa
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Rang 6: Deutschlands Polizisten haben sich gut geschlagen. 79 Prozent sprechen ihnen das Vertrauen aus. © dpa
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Rang 5: Ärzten vertrauen 85 Prozent der Deutschen. © dpa
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Rang 4: Mit 86 Prozent sind die Apotheker bei den vertrauenswürdigsten Berufen auf Platz 4. © dpa
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Rang 2: Krankenschwester belegen den zweiten Platz. 92 Prozent der Deutschen schenken ihnen das Vertrauen. © dpa
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Rang 2: Mit 92 Prozent sind Piloten ebenfalls auf Platz 2.  © dpa
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Rang 1: Feuerwehrmänner sind einsame spitze. Sie werden von 95 Prozent der Deutschen als vertrauenswürdig eingestuft. © dpa

Denn die verlangten Qualifikationen haben es in sich: Wer bei Alltours als Kinderanimateur arbeiten will, sollte eine Ausbildung als Erzieher oder Lehrer in der Tasche haben. Ein Sport- und Fitness-Animateur braucht einen Trainerschein und Lizenzen etwa für Aerobic. Für den reinen Unterhaltungs-Animateur sind die Anforderungen nicht so spezifisch: “Da brauchen wir sportbegeisterte Allrounder für Spiel und Spaß an Pool und Strand“, sagt Meyer.

Für Pädagogen oder Sport-Studenten könne eine Saison als Animateur wirklich etwas für ihre Karriere bringen, sagt Alexander Hass, Betreiber des Internetportals Animateure.de, auf dem fast alle großen Veranstalter ihre Stellen ausschreiben. “Ein halbes Jahr so intensiv zu arbeiten, bringt einen fachlich wirklich nach vorne.“

Die Tops und Flops der Jobs - Wer wieviel verdient

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Bei Ruf Jugendreisen in Bielefeld sind schon Angebote für Kinder ab acht Jahren im Programm. Die Animateure, die dort “Teamer“ heißen, sind deshalb während der gesamten Reise rund um die Uhr für die Kinder und Jugendlichen verantwortlich. Eine pädagogische Ausbildung sei deshalb absolut wünschenswert, sagt Unternehmenssprecherin Inga Krusch. Ruf verlangt außerdem, dass Bewerber den großen Erste-Hilfe-Schein und den Rettungsschwimmer in Bronze haben. Dafür können Pädagogen nach der Saison im Ausland eine ungewöhnliche Qualifikation im Lebenslauf aufführen.

Wer sich bewerben will, muss bei vielen Arbeitgebern erstmal nur ein Formular im Internet ausfüllen. Die besten Bewerber laden die Reiseveranstalter dann zu einem Casting ein. “Da wollen wir sehen, ob die Mitarbeiter teamfähig sind, ob sie sich auf der Bühne präsentieren und vor vielen Leuten reden können“, sagt Meyer. In Einzelgesprächen würden dann die Fachkenntnisse für den Bereich abgefragt, in dem man arbeiten will.

Top Ten der unbeliebten Berufe

Top Ten der unbeliebten Berufe
Eine Studie hat gezeigt, welche zehn Berufe bei den Deutschen am unbeliebtesten sind. Platz 10: Journalist. Zwölf Prozent glauben, das sei kein erstrebenswerter Beruf. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 9: Arzt. Ob es an den Schikanen der Politik liegt oder woran sonst, ist unklar. Fakt ist, 13 Prozent der Befragten bewerten den Beruf des Arztes als unbeliebt. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 8: Bankkaufmann. Wir brauchen sie alle, wollen ihren Job aber nicht machen: 15 Prozent der Befragten finden es nicht erstrebenswert Bankkaufmann oder -frau zu sein. © dpa
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Platz 7: Reinigungskraft. © dpa
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Platz 6: Grundschullehrer. 22 Prozent der Befragten nannten den Beruf des Grundschullehrers unbeliebt. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 5: Landwirt. Sich mit Viehhaltung und den besten Saatkörnern auseinanderzusetzen, steht bei den Deutschen nicht sehr hoch im Kurs. © dpa
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Platz 4: Straßenkehrer. Beinahe jeder Fünfte kann sich nicht vorstellen wie diese Männer nach dem Rosenmontagszug in Köln als Straßenkehrer zu arbeiten. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 3: Fernfahrer. Bei 29 Prozent der Befragten ist der Beruf des Fernfahrers unbeliebt. © dpa
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Platz 2: Politiker. Jeder dritte Deutsche empfindet den Beruf des Politikers als nicht erstrebenswert. Hier: Silvana Koch-Mehrin, Europaabgeordnete. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 1: Versicherungsvertreter. Ihnen unterstellen 45 Prozent der 1000 Befragten, dass sie tricksen und ihren Kunden etwas aufquatschen. © dpa

Wer danach eine Zusage erhält, wird bei Alltours im März zu einem einwöchigen Seminar auf Mallorca eingeladen. “Da üben wir dann, wie man mit dem Mikro umgeht, wie man Ansagen gestaltet und eine Abendshow vorbereitet“, sagt Meyer. Bei Ruf Jugendreisen sind rechtliche Themen der Kinderbetreuung besonders wichtig: Die zukünftigen Animateure müssen büffeln, welche Aufsichtspflichten sie haben, was Kinder und Jugendliche schon dürfen und was nicht.

dpa

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