Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Arbeitsrecht

Kündigung des Arbeitsvertrags: Kennen Sie die wichtigsten Regeln und Fristen?

Bei der Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es einiges zu beachten – nicht nur bei der Kündigungsfrist. Auch das Kündigungsschreiben muss richtig formuliert sein.

  • Bei der Kündigung des Arbeitsvertrags müssen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber an die festgelegten Kündigungsfristen halten.
  • Die Kündigungsfrist ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder der gesetzlichen Kündigungsfrist. Die gesetzliche Kündigungsfrist* beträgt mindestens vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende.
  • Spricht der Arbeitgeber die Kündigung aus, kann sich die Kündigungsfrist verlängern, wenn der Mitarbeiter schon längere Zeit im Betrieb beschäftigt ist.
  • Unsere Vorlage hilft bei der richtigen Formulierung des Kündigungsschreibens.

Die Kündigung des Arbeitsvertrags bedeutet nicht nur, dass eine große Veränderung für den Arbeitnehmer bevorsteht. Will der Arbeitnehmer das Unternehmen wechseln oder der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter entlassen, gelten auch immer bestimmte formale und rechtliche Regelungen. Die Wichtigsten zeigen wir Ihnen hier.

Wie schreibe ich eine Kündigung?

Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen - also in Briefform. E-Mail oder Fax genügen nicht. So sieht es das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in § 623 vor. Außerdem muss die Kündigung des Arbeitsvertrags immer mit vollem Namen unterschrieben werden.

Eine entsprechende Muster-Formulierung könnte etwa so aussehen:

Kündigung meines Arbeitsvertrags

Sehr geehrte(r) Frau/Herr …,

hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag vom …. ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt der Kündigung schriftlich. Darüber hinaus bitte ich Sie, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen.

Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift des Arbeitnehmers

Was Sie beim Kündigungsschreiben außerdem beachten müssen, erfahren Sie hier.

Kündigungsfrist, Formulierung, Arbeitsrecht: Bei einer Kündigung gibt es für Arbeitnehmer und Arbeitgeber einiges zu beachten.

Kündigungsfrist: Wann muss ich kündigen? 

Wenn Arbeitnehmer ihren Job wechseln, müssen Sie auch immer die richtige Kündigungsfrist einhalten.

  • Gesetzliche Kündigungsfrist: Das Gesetz (§ 622 BGB) sieht eine Kündigungsfrist von mindestens vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende vor. Für Mitarbeiter in der Probezeit gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Wochen. Mehr zur gesetzlichen Kündigungsfrist lesen Sie hier.
  • Im Arbeitsvertrag bzw. im Tarifvertrag können andere Kündigungsfristen festgelegt sein, die über die gesetzliche Kündigungsfrist hinaus geht. Oft werden etwa Kündigungsfristen von drei Monaten zum Monatsende oder zum Quartalsende vereinbart.

Wollen Sie Ihr Arbeitsverhältnis vorzeitig beenden, werfen Sie also immer zuerst einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag, um die richtige Kündigungsfrist zu erfahren.

Kündigung durch Arbeitgeber: Beschäftigungszeiten im Betrieb entscheiden

Will der Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen, muss er laut Gesetz die Beschäftigungszeit im Betrieb berücksichtigt. Dadurch kann sich die Kündigungsfrist verlängern - zum Vorteil der gekündigten Mitarbeiter. So bleibt mehr Zeit, eine neue Arbeitsstelle zu finden.

Dauer des ArbeitsverhältnissesKündigungsfrist
0 bis 6 Monate (Probezeit)2 Wochen zu jedem beliebigen Tag
7 Monate bis 2 Jahre4 Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats
2 Jahre1 Monat zum Ende des Kalendermonats
5 Jahre2 Monate zum Ende des Kalendermonats
8 Jahre3 Monate zum Ende des Kalendermonats
10 Jahre4 Monate zum Ende des Kalendermonats
12 Jahre5 Monate zum Ende des Kalendermonats
15 Jahre6 Monate zum Ende des Kalendermonats
20 Jahre7 Monate zum Ende des Kalendermonats

Aus welchen Gründen kann mir der Arbeitgeber kündigen? 

Wer einem Mitarbeiter kündigen will, der muss zahlreiche gesetzliche Regelungen beachten. So muss eine Kündigung etwa immer "sozial gerechtfertigt" sein. Das legt das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) fest, das in allen Betrieben ab elf Mitarbeitern (Vollzeit) greift. Erfahren Sie hier mehr zum Kündigungsschutzgesetz.

Bei Kündigungen durch den Arbeitgeber unterscheidet man zwischen einer ordentlichen Kündigung, die eine Kündigungsfrist vorsieht, und einer außerordentlichen Kündigung, die meist fristlos erfolgt.

Sprechen Arbeitgeber eine ordentliche Kündigung aus, geschieht dies in der Regel aus folgenden Gründen:  

Fristlose Kündigung: Nur aus wichtigem Grund

Für eine fristlose Kündigung müssen "wichtige Gründe" vorliegen, wie es das Gesetz laut  § 626 BGB verlangt - dann nämlich, wenn es sich um einen schweren Verstoß des Mitarbeiters handelt und es dem Arbeitgeber nicht zumutbar wäre, das Dienstverhältnis weiter aufrecht zu erhalten. Welche Gründe das sein können und unter welchen Voraussetzungen eine fristlose Kündigung erfolgen kann, erfahren Sie hier.

Das selbe gilt auch, wenn Mitarbeiter fristlos kündigen wollen. Gerät etwa ein Unternehmen mit seinen Lohnzahlungen in Verzug oder werden Vorgesetzte ausfällig, können Mitarbeiter in vielen Fällen sofort aus ihrem Vertrag. Hier erfahren Sie weitere Gründe und was Mitarbeiter bei einer fristlosen Kündigung beachten sollten.

Welchen Urlaubsanspruch habe ich bei Kündigung?

Egal, ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber kündigen: Wer mindestens ein halbes Kalenderjahr in einem Unternehmen gearbeitet hat, hat bei einer Kündigung den vollen Anspruch auf Urlaub. Wie Sie den Resturlaub bei einer Kündigung berechnen, und wieso der Zeitpunkt der Kündigung eine wichtige Rolle spielt, erfahren Sie hier.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Abfindung bei Kündigung: Wer bekommt Geld?

Bei einer Abfindung handelt es sich um eine einmalige Zahlung, die Arbeitnehmer bei einer Kündigung seitens des Betriebs finanziell unterstützen und entschädigen soll. Bei einer Kündigung haben Mitarbeiter zwar keinen grundsätzlichen Anspruch auf eine Abfindung, dennoch werden sie in bestimmten Fällen oft gezahlt. Wann eine Abfindung winkt, erfahren Sie hier. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Patrick Pleul

Kommentare