Tochter im Krankenhaus

Paketfahrer wird von DPD wegen 170 Euro verklagt - daraufhin zerplatzt ein Lebenstraum

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Mark Given verlor aufgrund des Vorfalls seine Kreditwürdigkeit.

Ein Familienvater weigerte sich, an einem Sonntag mehr zu arbeiten. Der Arbeitgeber DPD in Großbritannien verklagte ihn. Nun verlor der Mann seine Kreditwürdigkeit.

Der Traum eines Vaters, ein Haus zu kaufen, wurde zerstört, nachdem sein Arbeitgeber per Klage eine Geldstrafe von 150 Pfund, also umgerechnet 170 Euro, gefordert hatte. Doch was war genau passiert?

Paketfahrer von DPD wegen 170 Euro verklagt - dann verliert er Kreditwürdigkeit

Mark Given war bis 2017 als selbstständiger Fahrer für den Paketdienst DPD in Schottland tätig. Wo genau er seiner Arbeit nachging, ist nicht bekannt. Er habe eines Sonntags plötzlich elf statt nur sechs Stunden arbeiten sollen. Als er in der Firma gebeten hatte, die zusätzliche Schicht nicht antreten zu müssen, habe sein Arbeitgeber abgelehnt, obwohl Given als Grund seine zwei Jahre alte Tochter nannte, die an dem Tag ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Daraufhin habe Given noch an Ort und Stelle die Kündigung eingereicht, wie das Portal Daily Record berichtete.

Das Unternehmen aber verklagte Given rund 18 Monate später. Der Grund: DPD habe durch die Verweigerung der letzten Arbeitsstunden durch Given einen Verlust von 150 Pfund, also rund 170 Euro, gemacht. Dazu seien später noch Kosten für Schäden an seinem Fahrzeug und andere kleinere Posten hinzu gekommen.

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Diese Klage zog für Given aber weitaus schlimmere Konsequenzen nach sich, als den Geldbetrag zahlen zu müssen: Durch das Verfahren wurde seine Kreditwürdigkeit zerstört und er erhielt keine Hypothek mehr. "Es ist widerlich, wie ich behandelt wurde", beklagte sich Given. "Meine Kreditwürdigkeit wurde nach dieser Aktion in Fetzen gerissen. Mir wurde gesagt, dass ich mich jetzt nie für eine Hypothek qualifizieren kann. Wir wollten unbedingt mit unserer wachsenden Familie umziehen." Diesem Lebenstraum wird er nun nicht mehr nachgehen können.

Ein Sprecher von DPD sagte, Given sei nach den Vorschriften zu einer Geldstrafe verurteilt worden, da er das von DPD gemietete Fahrzeug nicht in gutem Zustand zurückgegeben habe.

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sca

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