Arbeitspsychologe warnt

Sozialleben kann unter variablen Arbeitszeiten leiden

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Vor allem Abende und Wochenenden sind sozial wertvolle Zeiten - viele Menschen haben frei und können dementsprechend mit Freunden zusammenkommen. Foto: Roland Weihrauch

Menschen in Schichtarbeit kennen das nur allzu gut: Mal arbeitet man in aller Früh, mal bis spät in die Nacht. Dies kann zum Problem werden - man selbst arbeitet, während die Freunde frei haben. Die Folge: das Sozialleben kommt zu kurz.

Wechselnde Arbeitszeiten können nicht nur den Biorhythmus stören. Auch das Sozialleben leidet womöglich darunter. Davor warnt der Arbeitspsychologe Prof. Friedhelm Nachreiner in der Zeitschrift "Psychologie Heute" (Ausgabe April 2019).

Denn Beschäftigte müssen unter Umständen an den Zeiten arbeiten, an denen man üblicherweise mit der Familie, Freunden oder Vereinskameraden zusammen ist. So gehören die Abende und Wochenenden zu den sozial wertvollsten Zeiten. Und auch der Sonntag habe eine besondere Bedeutung als freier Tag.

Wer nun zu allen möglichen Zeiten arbeitet, kann an diesen Aktivitäten nicht teilnehmen. Und Sonntagsarbeit durch einen freien Montag auszugleichen, funktioniert laut Nachreiner nur bedingt - weil dann möglicherweise alle Freunde arbeiten müssen.

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