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Arbeitsunfähig?

Bin ich versichert, wenn ich krankgeschrieben zur Arbeit gehe?

Dreifacher Durchschlag der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
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Ab 2023 soll die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch werden. Derzeit findet bereits eine verlängerte Pilotphase statt.

Wenn Ihr krank seid, könnt Ihr Euch beim Arzt krankschreiben lassen. Aber was passiert eigentlich, wenn Ihr vor Ablauf der Bescheinigung wieder arbeiten geht?

Erkranken könnt Ihr immer wieder mal, wenn Ihr deswegen nicht arbeiten gehen könnt, dann könnt Ihr euch von Eurem Arzt oder Eurer Ärztin krankschreiben lassen. Im Anschluss informiert Ihr noch Euren Arbeitgeber und die Krankenkasse – derzeit läuft eine Pilotphase für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Ab Januar 2023 soll die Krankschreibung elektronisch erfolgen. Das bedeutet, Euer Arbeitgeber fragt bei der Krankenkasse die erforderlichen Daten an. Aber was, wenn Ihr zur Arbeit geht, obwohl Ihr noch krankgeschrieben seid?

Bin ich versichert, wenn ich zur Arbeit gehe, obwohl ich krankgeschrieben bin?

Wenn Ihr krankgeschrieben seid und euch früher wieder fit fühlt, als Euer Arzt oder Eure Ärztin prognostiziert hat, könnt Ihr wieder zur Arbeit gehen, wenn Ihr das möchtet. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein Arbeitsverbot – Ihr müsst also nicht befürchten, Euren Versicherungsschutz zu verlieren. Wie die Expertinnen und Experten von Arbeitsrechte.de berichten, erlischt weder die Krankenversicherung noch die Unfallversicherung, wenn Ihr krankgeschrieben zur Arbeit geht. Ebenso sind mögliche Wegeunfälle versichert.

Anders sieht das bei einer Corona-Infektion aus. Da bestehe eine Isolationspflicht. Ihr dürft also nicht zur Arbeit gehen. Aus der Studie „Arbeiten 2022“ der Betriebskrankenkasse Pronova BKK geht allerdings hervor, dass jeder Zehnte trotz Corona-Infektion zur Arbeit geht.

Hat mein Arbeitgeber die Fürsorgepflicht?

Kommt ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin trotz Krankschreibung zur Arbeit, dann bedeutet das für den Arbeitgeber vor allem, dass geschaut werden muss, welchen Eindruck die krankgeschriebene Person macht. Als Arbeitgeber besteht die Fürsorgepflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sodass sich Arbeitgeber unter Umständen schadensersatzpflichtig machen können. Wenn die vertragliche Arbeitsleistung erbracht werden kann, braucht ein Arbeitgeber keine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsfähigkeit von dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin verlangen, berichtet das Portal Haufe.de. Sollte das allerdings nicht klar sein, muss der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht im Zweifel den Betriebsarzt zurate ziehen. Generell handele es sich bei der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung allerdings nur um eine ärztliche Prognose. Das bedeutet, die Krankheit kann schneller vergehen oder auch länger andauern.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Wie muss ich mich als erkrankte Person verhalten?

Auch Ihr als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer habt Pflichten, wenn Ihr erkrankt seid. Beispielsweise dürft Ihr die Arbeitsunfähigkeit nicht verheimlichen oder nichts tun, was Euren Krankheitszustand verschlimmert. Das betrifft auch Euren Freizeitbereich – allerdings bedeutet dies nicht, dass Ihr (sofern Ihr nicht coronainfiziert seid) in der Wohnung bleiben müsst. Solltet Ihr vor Ablauf Eurer Arbeitsunfähigkeit wieder arbeiten gehen wollen, ist es ratsam, dass Ihr vorab mit Eurem Betrieb Kontakt aufnehmt.

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