Zensus verpasst: Tote soll 300 Euro zahlen

Wemding - Eine Strafzahlung von 300 Euro soll eine Frau aus Wemding (Landkreis Donau-Ries) begleichen. Das geht allerdings nicht - weil die Dame bereits verstorben ist.

Wie die "Augsburger Allgemeine" meldet, ist die Frau bereits vor eineinhalb Jahren verstorben. Das Landratsamt bekam das anscheinend nicht mit und ging davon aus, dass die Dame sich weigerte, bei der Volkszählung mitzumachen.

Die Folge: An die Adresse der Verstorbene wurde ein Bußgeldbescheid über 300 Euro verschickt. Und das obwohl der Sohn der Dame den Zensus-Bogen per Fax und E-Mail an das Landratsamt geschickt hatte und so die Behörde über das Ableben seiner Mutter informiert hatte. 

Weder Brief noch E-Mail erreichten allerdings die Behörden, oder gingen verloren. "Solche Dinge passieren leider", sagte Kerstin Hampel, Leiterin der Erhebungsstelle des Landratsamtes in Donauwörth der "Augsburger Allgemeinen".

Für sie ist das Geschehene ein "dummer Zufall". Übrigens: Die Forderung nach 300 Euro Bußgeld zog die Behörde am Ende zurück.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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