Diese "Dänen" sprachen kein Wort Dänisch

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Bad Aibling - Als die vermeintlichen Dänen von einem Polizisten in ihrer "Landessprache" angesprochen wurden, wurde klar, dass irgendetwas an dieser Sache faul war:

Fahnder der Rosenheimer Bundespolizei haben am Montag (26. August) zwei mutmaßlichen Schleppern auf der A8 das Handwerk gelegt. Die beiden Männer wurden zusammen mit neun anderen Personen, darunter vier Kinder, in einem Pkw angetroffen. Nicht alle mitgeführten dänischen Ausweise überzeugten die Beamten. Letztlich mussten Fahrer und Beifahrer für die anstehenden Strafverfahren über 2.500 Euro zahlen. Auf Höhe Bad Aibling unterzogen die Bundespolizisten die Insassen eines in Dänemark zugelassenen Großraumwagens einer Kontrolle.

Der Fahrzeugführer, ein dänischer Staatsangehöriger, und sein Beifahrer, ein Syrer mit Aufenthaltsrecht in Dänemark, konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Auch drei der Begleiter führten dänische Papiere mit. Zunächst schien es, als hätten nur die übrigen zwei Erwachsenen, 18 und 23 Jahre alt, keine Ausweise dabei. Aber bei lediglich zwei Anzeigen wegen unerlaubter Einreise ist es nicht geblieben. Als die „dänischen“ Mitfahrer von einem Bundespolizisten in ihrer Landessprache begrüßt wurden, konnten sie kein Wort verstehen, geschweige denn antworten.

Schnell war belegt, dass die 30-jährige Frau und die zwei Männer im Alter von 34 und 47 Jahren Ausweise von Personen benutzten, die ihnen dem Passbild nach ähnlich sehen. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie und ihre syrischen Landsleute in Italien mit dem Auto abgeholt. Die Bilanz der Bundespolizei-Kontrolle: Fünf Anzeigen wegen unerlaubter Einreise, drei wegen Missbrauchs von Ausweispapieren und zwei Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Auf Anordnung der Rosenheimer Staatsanwaltschaft mussten der Fahrer 2.700 Dollar und der Beifahrer 3.800 dänische Kronen, umgerechnet insgesamt rund 2.500 Euro, als Sicherheit hinterlegen. Um das Geld erleichtert, durften der 40- und der 34-Jährige nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen die Heimreise in Richtung Dänemark antreten. Die anderen Insassen wurden mit ihren Kindern der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

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