Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Briefe von Erwachsenen legen Weihnachtspostamt lahm

+
Der Würzburger Altbischof Paul-Werner Scheele setzt, umgeben von Nikolaus, Knecht Ruprecht und dem Weihnachtsengel, in der historischen Poststelle von Himmelstadt (Unterfranken) symbolisch den traditionellen Eingangsstempel, der um die Weltkugel kreisende Briefe mit dem Ziel Himmelstadt zeigt.

Himmelstadt - Die Leiterin des Weihnachtspostamts in Himmelstadt ist verzweifelt: Statt Briefe von Kindern ans Christkind zu beantworten, werden die Helfer mit Post von Erwachsenen überschwemmt.

Erwachsene legen heuer das Weihnachtspostamt im unterfränkischen Himmelstadt lahm: Rund 65 000 Briefe haben die fleißigen Helfer bereits beantwortet - längst nicht alle sind von Kindern.

 “Ich bin total frustriert, weil die Leute uns mit einem Bestellservice verwechseln“, berichtete die Leiterin der Poststelle, Rosemarie Schotte. “Wir sind dafür da, die Kinderbriefe an das Christkind zu beantworten, und nicht die Weihnachtspost der Erwachsenen.“ Manche schickten mehrseitige Listen mit Adressen von Bekannten in der Erwartung, die ehrenamtlichen Helfer würden diesen dann schöne Weihnachtskarten schreiben.

Diese falsche Einschätzung habe extrem zugenommen - mit der Folge, dass das einzige Weihnachtspostamt des Freistaats gnadenlos überlastet ist. “Wir hängen in den Seilen“, schilderte Schotte. Insgesamt 33 Helfer arbeiteten von morgens bis abends Berge an Briefen ab - zwei davon sind alleine fürs Frankieren, einer fürs Öffnen der Post zuständig.

Trotz des Stresses macht ihnen die Arbeit auch Freude. “Die Kinderbriefe sind ganz süß“, erzählt Schotte. Manche sind allerdings auch traurig: So klagte ein Bub, das er wegen des “blöden Richters“ seinen Bruder nach der Trennung seiner Eltern nur noch alle zwei Wochen sehen könne. Andere Kinder schrieben, dass sie wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr kein Geschenk bekämen. Das Weihnachtspostamt im Rathaus der kleinen Gemeinde Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart) gibt es seit 1986.

dpa

Kommentare