Deutsche im Urlaub

Forscher finden Ursache für "Handtuchkrieg"

Oxford - Gerade die Deutschen reservieren im Urlaub schon frühmorgens mit Handtüchern die besten Plätze am Pool. Forscher glauben den Grund im Schlafverhalten gefunden zu haben:

Schon in aller Früh passiert es. Deutsche Handtücher belegen Liegen am Pool oder am Strand. In dieser Disziplin sind wir Deutschen scheinbar unschlagbar. Doch warum? Brauchen die Deutschen auch im Urlaub weniger Schlaf?

Britische und Deutsche Forscher haben jetzt in einer großangelegten Studie das Schlafverhalten und -pensum von Deutschen und Engländern untersucht.

Demnach schlafen wir im Schnitt sieben Stunden pro Nacht, egal ob wir Engländer oder Deutsche sind.

"Es scheint, dass die britische Bevölkerung und ihre deutschen Kollegen die gleichen Schlaf-Wach-Muster haben", so Studienleiter Russell Foster von der Universität Oxford.

Doch die Engländer haben eine Angewohnheit, die ihnen einen Nachteil in der Pool-Position im Urlaub verschafft. Selbst nachdem der Wecker ausgestellt ist, lümmeln Briten noch 20 Minuten im Bett, während Deutsche schneller aufstehen. Das Zeitfenster ist zwar sehr klein, doch im Handtuchkrieg verschafft es den Deutschen einen Vorteil.

Die Engländer schlafen nachts im Schnitt 7 Stunden und 21,5 Minuten. An Arbeitstagen benutzen sie grundsätzlich Wecker, doch nach dem Klingeln bleiben sie noch 20 Minuten im Bett. Am Wochenende und im Urlaub stellen sich dann nur noch 12,5 Prozent einen Wecker.

Die Deutschen schlafen im Schnitt exakt 8,5 Minuten weniger, auch bleiben sie nach dem Wecken fünf Minuten weniger lang im Bett liegen.

Was im Urlaub vielleicht ein Vorteil ist, liegt an den Arbeitszeiten. Das Aufstehen fällt den Deutschen, laut Professor Till Roenneberg von der Ludwig-Maximilians-Universität München, leichter, weil der Tag im Büro meistens schon um 8 Uhr beginnt. In Großbritannien dagegen erst um 9 Uhr.

ml

Rubriklistenbild: © dpa

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