Auf frischer Tat: „Soko Badehose“ fasst Bikini-Diebin

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Bad Füssing - In der Polizeiwache in Bad Füssing schaut’s derzeit aus wie in einem Strandladen. Es ist die Beute einer Bikini-Diebin, die auf frischer Tat ertappt worden ist.

Da hängen Bikinis in rauen Mengen, Badeanzüge, -schuhe, -taschen und farbenfrohe Badekappen – nummeriert und apart aufgehängt zwischen grauen Aktenordnern. Es ist die Beute einer gewieften Bikini-Diebin, die schon seit Monaten ihr Unwesen im beliebten Johannesbad in Bad Füssing trieb. Jetzt aber konnte die Täterin geschnappt werden – sie verkaufte ihr Diebesgut im großen Stil.

Heiß! So knapp werden die Bikinis im Sommer 2010

Seit 4. November hatten sich Polizeibeamte im Schwimmbad auf die Lauer gelegt – unauffällig in Badehosen natürlich. Eine Überwachungskamera zeigte ihnen: Der Täter ist eine Frau. Nun kannte die „Soko Badehose“ das Gesicht der Diebin. Sie beobachteten sie dabei, wie sie zielsicher durch die Reihen der Umkleidekabinen marschierte und gleich zwei Badeanzüge, eine Badehose, eine Kulturtasche und zwei Paar Badeschuhe mitnahm. Die Frau wurde vorläufig festgenommen und zur Rede gestellt. Sie gestand alles. Sie hatte ihre Beute in Badeschränken zwischengelagert und immer nach einigen Tagen nach Hause gebracht.

In ihrer Wohnung fand die Polizei insgesamt 240 Gegenstände. Deren Besitzer hatten sich über den Verlust sicher sehr geärgert: Unter dem Diebesgut waren nämlich auch noch 16 Brillenetuis und fünf Brillen … Wie die Polizei schon vermutet hatte, hat die Frau einen Großteil der Beute auf Flohmärkten verkauft. Dort flog der Handel jetzt auf – und förderte zusätzliche 149 Badeanzüge und Bikinis, 40 Badehosen, weitere Handtücher und Bademäntel zu Tage. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, meldeten noch mehrere Flohmarktverkäufer der Polizei, dass die Badeanzug-Diebin sie quasi als „Zwischenhändler“ missbrauchen wollte. Sie gaben die Hehlerware ab.

Den Polizisten blieb nun eine aufwändige Arbeit: Um den Bestohlenen das Auffinden ihrer Gegenstände zu erleichtern, haben sie die Diebesware einzeln fotografiert und in einem Katalog zusammengestellt. Der kann bei der Polizeistation Bad Füssing eingesehen werden. Der entstandene Sachschaden wird übrigens auf mindestens 6000 Euro geschätzt.

Quelle: tz

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