"Heimatort knapp verfehlt"

Wiesn-Besucher will in Dorfen geholt werden - Polizisten finden ihn 80 Kilometer weiter

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Dorfen/Oberaudorf - Ein Oktoberfestbesucher rief seine Frau an, sie könnte ihn am Bahnhof in Dorfen (Erding) abholen. Doch dort war er nicht zu finden. Polizisten fanden den Mann rund 80 Kilometer entfernt.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet zum Ende des Oktoberfestes von einer "lesenswerten Anekdote" zum Heimweg eines Oktoberfestbesuchers unter dem Titel "Heimatort knapp verfehlt": Eine Frau aus dem südlichen Kreis Erding erhielt am Dienstagabend (2. Oktober) einen Anruf von ihrem Ehemann, der zuvor die Wies'n besucht hatte. Der 38-Jährige erklärte ihr - hörbar angetrunken -, dass sein Zug am Bahnhof in Dorfen angekommen sei. Er würde nun auf sie warten, damit sie ihn abholen kommt.

Doch am Bahnhof angekommen, dann der große Schreck für die Ehefrau: Weder am Bahnhof noch in der Umgebung war ihr Mann zu finden. weshalb die Frau über Notruf unsere Einsatzzentrale verständigte und ihn als vermisst meldete.

Hinweise deuteten schließlich darauf hin, dass der 38-Jährige möglicherweise in Oberaudorf (Kreis Rosenheim) gestrandet sein könnte. Und tatsächlich: Beamte der Polizei Oberbayern Süd fanden den Mann im rund 80 Kilometer vom Heimatort entfernten Oberaudorf. 

Die Polizisten nahmen ihn mit auf die Dienststelle und verständigten seine Frau. Da sie ihn aber nicht abholen konnte, schlief er auf der Dienststelle Kiefersfelden seinen Rausch aus und fuhr am nächsten Tag mit dem Zug zurück.

Wie das Wiedersehen des Ehepaares verlief ist der Polizei nicht überliefert.

mh/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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