Radarfalle in Sachsen geklaut

Zu schnell in Kontrolle - Verkehrssünder packt Blitzer kurzerhand einfach ein

Blitzer in Innenstadt
+
Polizei Blitzer Radar (Symbolbild).

Struppen/Sachsen - Ein 52-jähriger Mercedes-Fahrer tappte mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Radarfalle. Doch das wollte der Mann nicht auf sich sitzen lassen...

Ein Autofahrer hat in der Sächsischen Schweiz einen Blitzer kurzerhand mitgenommen, nachdem ihn das Gerät beim Rasen erwischt hatte. Der 52-Jährige sei am Mittwoch mit seinem Mercedes GLE in einer 30er-Zone in Struppen geblitzt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Daraufhin sei der Mann mehrfach an dem mobilen Gerät vorbeigefahren und habe es schließlich samt Akku in sein Auto gepackt. Ein Mitarbeiter des Landratsamtes habe das jedoch beobachtet und den 52-Jährigen angesprochen. Der Mann habe daraufhin sein Auto verriegelt und sei davongefahren.

Die Polizei suchte den 52-Jährigen dann zuhause auf, stellte die rund 5000 Euro teure mobile Radarfalle sicher und fertige eine Anzeige wegen Diebstahls.

18-Jähriger flext Blitzer ab und versenkt ihn in See

Immer wieder versuchen Raser ihrer Strafe dadurch zu entgehen, indem sie die Radarfalle klauen. Ein betrunkener Mann raste im Oktober 2019 mit 160 Stundenkilometer über eine Bundesstraße bei Deggendorf in Niederbayern. Als er geblitzt wurde, drehte er um und klaute die Radarfalle.

Besonders dreist agierte Ende Mai 2019 ein 18-Jähriger bei Leipzig. Dort verschwand ein Blitzer im Wert von rund 50.000 Euro und war danach wie vom Erdboden verschluckt. Die Ermittlungen der Leipziger Polizei führten - auch dank eines anonymen Hinweises - schließlich zu einem 18-Jährigen. Im Verhör brach der junge Mann ein und gestand, den Blitzer in einem Baggersee versenkt zu haben. Zum Motiv der Tat gab der junge Autofahrer gegenüber der Polizei an, dass er geblitzt wurde und seinen Führerschein auf Probe keinesfalls verlieren wollte.

mh/dpa

Kommentare