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Top Ten der Woche

Top Ten: Skurrile, vergessene Berufe

Wissen sie was ein Fischbeinreißer ist? Was macht eigentlich ein Kammertürke? Und warum wurden Leute für das Exkremente sammeln bezahlt? Unsere Top Ten der skurrilsten Berufe:

Eklige und gefährliche Berufe sind auch heute keine Seltenheit. Der Kloakentaucher stopft Löcher in einem mit Fäkalien übersäten Becken, die Fensterabsturzsicherung begibt sich in schwindelerregenden Höhen tagtäglich in Lebensgefahr. Unsere Top Ten befasst sich jedoch mit den skurrilsten Berufen der Vergangenheit - kannten sie alle?

Top Ten: Vergessene Berufe

Platz 10: Der Kastrat - Als Kastraten wurden Sänger bezeichnet, die vor der Pubertät einer Kastration unterzogen wurden, um den Stimmwechsel zu unterbinden und die Knabenstimme zu erhalten. So war es ihnen möglich, mit einer hohen Stimme so kräftig wie ein nicht kastrierter Mann zu singen. Hört man sich einige Lieder bekannter Bands von heute an, könnte man meinen, dass dieser Vorgang noch praktiziert wird ... © pa
Platz 9: Der Afterarzt - Der Afterarzt, oder auch Quacksalber genannt, bezeichnet eine Person, die verbotenerweise und ohne unzureichende Kenntnisse der Medizin, Kranke behandelte. Häufig waren das Reisende, die in Dörfern und Städten ihren "fachkundigen" Rat zum Besten gaben und dafür Geld verlangten. In Zusammenhang mit den Quacksalbern, entstanden zur selben Zeit Begriffe wie Kurpfuscher, Scharlatan oder Medikaster. © pa
Platz 8: Der Kammertürke - Wer sich Ende des 17. Jahrhunderts als Kammertürke bezeichnen konnte, der hatte den gängigen Kammerdienern einiges voraus. Denn Kammertürken waren besonders angesehene Diener, die einem höheren Adelsstand zugehörten. Friedrich der Dritte von Brandenburg führte damals den Begriff ein, als er zwei Türken aus der Schlacht bei Ofen als Diener einstellte. © pa
Platz 7: Das Klageweib - Kommen wir zu einem recht "traurigen" Beruf: Als Klageweib bezeichnete man Frauen, die gegen ein Honorar die rituelle Totenklage ausübten. Besonders häufig wurden sie bei altägyptischen oder orientalischen Trauerbräuchen eingesetzt. Auch heute gibt es noch vereinzelte Klageweiber: Zum einen in verschiedenen Kulturkreisen wie Montenegro, zum anderen, in einem anderen Kontext, in der Ehe. © pa
Platz 6: Der Gong-Farmer - Diese armen Kerle hatten wortwörtlich einen "Scheiß-Job": Damit keine Seuche ausbrechen konnte, mussten Gong-Farmer alle angesammelten Exkremente aus den Dörfern schaffen. Dabei war es wichtig, jegliche Fäkalien sorgsam einzusammeln. Gong-Farmer wurden lediglich nachts eingesetzt. Außerdem lebten sie in separaten Stadtvierteln - absolut beschissen ... © pa
Platz 5: Der Pulveraffe - Wer bei dem Begriff Pulveraffe gleich an kleine, drogendealende Äffchen aus Bangkok denkt, liegt falsch: Pulveraffen bezeichneten Kinder, die auf Kriegsschiffen eingesetzt wurden, um der Mannschaft Munition, genauer gesagt, Schießpulver, zu bringen. Die Kinder waren meist 10-14 Jahre alt und somit für schwere körperliche Arbeit noch zu schwach. Pulveraffen standen in der Rangfolge auf Schiffen an unterster Stelle und waren den Launen wütender Matrosen schutzlos ausgeliefert. © pa
Platz 4: Der Fischbeinreißer - Der Fischbeinreißer war ab dem 15. Jahrhundert maßgeblich an allen noblen Outfits beteiligt. Was komisch klingt ist schnell erklärt: Ein Fischbeinreißer zerkleinerte mannshohe Barten von Walen, die letztendlich das Skelett für Korsetts, Hüte oder Schuhe bildeten. Wer allerdings schon einmal einen Fisch ausgeweitet hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie anstrengend diese Prozedur an einem Wal gewesen sein muss ... © pa
Platz 3: Der Haderlump - Heute meist als Schimpfwort genutzt, bezeichnet der Haderlump im eigentlichen Sinne Personengruppen, die durch das Land zogen und Stofffetzen einsammelten. Diese Wurden dann teils recht teuer wieder verkauft, da sie den einzigen verfügbaren Faserrohstoff für die Herstellung von Papier beinhalteten. Wer zukünftig also Leute als Haderlump bezeichnet, wirkt eventuell nicht so beleidigend wie er es vorhatte. © Wikipedia
Platz 2: Der Urinwäscher - Wer jetzt denkt, dass Urinwäscher Wäsche mit Urin gewaschen haben ... tja, der liegt richtig. Tuchmacher stellten dafür ein sogenanntes "Pissfatt" auf, in das alle Arbeiter pinkeln konnten. Der Urin wurde dann zehn Tage "reifen" lassen bis sich auf Ammoniakbasis mit dem Fett und dem Talg in den Kleidern eine stark reinigende Seife gebildet hat. Wer den Test machen will, der soll sich keinen Zwang antun. © pa
Platz 1: Der Abtrittanbieter - Schon wieder Fäkalien - doch dieser Beruf war einfach zu kurios um nicht auf unserem Platz 1 zu landen: Abtrittanbieter, oder auch "Madame oder Monsieur Toilette" genannt, waren Leute, die mit einem verschlossenen Kübel durch die Stadt gelaufen sind und Hilfe anbieten konnten, sollte jemand seine Notdurft verrichten müssen. Da die Kübel mit Ketten an ein Joch geheftet waren, konnten Abtrittanbieter die Gefäße auf ihren Schultern tragen. Meist trugen sie Masken, da der Gestank wohl mit der Zeit unerträglich war. Nicht gerade beneidenswert. © pa

hey

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