Zu viel Sex! Zoo-Seelöwe tot

Nürnberg - Ob er glücklich gestorben ist? Der Nürnberger Seelöwe Mike ist tot. Laut seinen Betreuern hat ihn zu viel Sex umgebracht. ** Video **

Mike in Aktion:

Diagnose: „Sexuelle Erschöpfung“. Der 19 Jahre alte Bulle wurde gestern im Nürnberger Tiergarten völlig entkräftet von seinen Pflegern im Schwimmbecken gefunden. Die Augen eingefallen.

Er starb trotz tiermedizinischer Hilfe wenig später an akutem Herz-Kreislaufversagen, wie die Stadt Nürnberg mitteilte.

Die Experten des Zoos machen die derzeitige Paarungszeit für den Tod des Tieres verantwortlich. Mike hatte sich noch vor Kurzem hingebungsvoll der Brunft gewidmet.

Seelöwe ist die Bezeichnung für verschiedene Arten aus der Familie der Ohrenrobben. Der der bekannteste ist der Kalifornische Seelöwe.

Ein Seelöwe im Zoo: Bulle Mike aus Nürnberg schwimmt nicht mehr. Er starb an „sexueller Erschöpfung“

Mike war so ein Kalifornischer Seelöwe. Er wurde am 10. Juni 1990 im Zoo Osnabrück geboren worden. Am 11. Juni 1991 kam er in den Tiergarten der Stadt Nürnberg. Er ist Vater von zwölf Jungtieren, die von den Weibchen Farah, Tiffy und Soda aufgezogen wurden. Der Nachwuchs lebt im Tiergarten Nürnberg sowie in München, Berlin, Spanien und Holland.

Das bisher bekannte Höchstalter von Seelöwen in Zoos beträgt 30 Jahre, in der Natur 17 Jahre. Ein gehäufter Zeitraum für Todesfälle ist die Paarungszeit, in der die Bullen oft tagelang die Nahrungsaufnahme einstellen und voll und ganz mit der Brunft beschäftigt sind. Dies ist jährlich die kräftezehrendste Zeit für einen haremsführenden Seelöwenbullen, heißt es aus dem Nürnberger Rathaus.

Rubriklistenbild: © dpa

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