Ausgesetzte Welpen: Heimat gefunden

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Bad Reichenhall/Piding - Vor einem Jahr rührten acht kleine Welpen an den Herzen der Menschen im Berchtesgadener Land. Sie wurden in Piding ausgesetzt. Jetzt haben sie alle ein neues Zuhause gefunden.

Mit tosendem Gebell empfangen Bine und Felix jeden, der ihr Herrchen Peter Kuhn und seine Frau Heidi besuchen kommt. "Die bellen aus Angst", erklärt Peter. "Beißen würden sie nie."

Bine und Felix wurden zusammen mit ihren sechs Geschwistern im Juni vergangenen Jahres am Burger King in Piding ausgesetzt. Von dort kamen sie ins Tierheim nach Bad Reichenhall, aber nicht für lange. Innerhalb kürzester Zeit haben sie alle ein neues Zuhause gefunden. Die letzten beiden landeten bei den Kuhns.

"Wir lieben sie beide", lächelt Peter. Aber zuerst ist Heidi ihr Felix aufgefallen. "Er ist mir nicht mehr von der Seite gewichen, als wir im Tierheim waren", erzählt sie. Deshalb war auch sofort klar, dass der Kleine nach Piding ziehen wird. Aber dann wäre Bine alleine im Tierheim geblieben. "Das war im Tierheim nicht gern gesehen und wir hätten es auch nicht übers Herz gebracht, Bine zurückgelassen", gibt Peter zu.

So haben die beiden Jagdhund-Mischlinge seit einem Jahr ein neues Zuhause und die Kuhns trainieren fleißig mit ihnen. Und auch sonst nehmen die beiden Hunde voll am Leben teil. "Wir leben mit ihnen", erklärt Peter und Heidi strahlt: "Zum ersten Geburtstag gab's Kuchen."

Das erste gemeinsame Jahr noch nicht ganz voll haben Gabriele und Reiner Nossek. Sie haben ihre "Emma" erst im August aus dem Tierheim geholt. Auch sie sind über den Artikel in der örtlichen Presse auf die Welpen aufmerksam geworden. "Emma war ruhig und hat nicht so wild gerauft wie die anderen Hunde, das war genau was wir wollten", freut sich Gabriele über ihr Haustier.

Die Nosseks hatten schon länger mit dem Gedanken gespielt, sich einen Hund zuzulegen und mit Emma war es dann endlich soweit. "Man hat mit ihr jeden Tag was zu lachen", erzählt Gabriele. "Wir sind gerne draußen und bewegen uns mit ihr."

Als Jagdhund-Mischling braucht Emma auch viel Auslauf, reagiert aber brav auf die Befehle ihres Frauchens. Auch Freunde hat die Hündin schon gefunden, so dass die Vergangenheit längst vergessen ist. "Man merkt nur, dass sie keine Mutter hatte", berichtet Gabriele. "Auf gängige einfache Befehle reagiert sie nicht."

Aber sonst hört Emma gut und die Nosseks sind glücklich, sie zu haben. Sie würden, sollten sie irgendwann einen neuen Hund brauchen, wieder ins Tierheim gehen.

red-bgl24/cz

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