31 Katzen aufgepäppelt

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Die "Kuschelhöhle" ist ein beliebter Treffpunkt bei den Katzen. Dort wird dann ein gemeinsames Nickerchen eingelegt.

Bad Feilnbach - 2010 war für den Verein Katzentraum ein turbulentes Jahr. Der Verein hat insgesamt 26 Katzen und 15 Jungtiere aufgenommen und gesund gepflegt.

Das Katzenelend wird nach Angaben der Verantwortlichen von Jahr zu Jahr größer, da immer mehr Menschen ihre Katze oder unerwünschte Katzenbabys einfach "entsorgen". Dennoch war es dem Verein möglich, 26 Katzen und 15 Jungtiere aufzunehmen und gesund zu pflegen. Den meisten Stubentigern konnte inzwischen zu einem wunderbaren Katzenleben bei liebevollen Menschen verholfen werden, so dass wieder Plätze für Notfälle frei wurden.Wichtig ist für die Verantwortlichen rund um Vereinsvorsitzende Hélena Küller-Wiedemann aber auch, dass mit den meisten neuen Katzen-Eltern weiterhin Kontakt gepflegt wird. "Gleichzeitig dauert es erfahrungsgemäß nicht lange, bis die freien Plätze im Katzentraum in Sonneham wieder belegt sind", schildert die Vorsitzende das Kommen und Gehen der vierbeinigen Schützlinge.

Denn ein großes Problem seien für den Verein die frei lebenden, verwilderten Katzen und deren Kinder. "So wurden zum Beispiel zunächst vor einer abgelegenen Scheune verwahrloste Katzenkinder entdeckt. Zwei Mitglieder haben in vielen Nächten dann sieben Katzen-Babys und sechs Katzen-Mamis und -Papis eingefangen", erinnerte Hélena Küller-Wiedemann an eine Aktion. Die Katzen und Kater wurden kastriert und gesund gepflegt. Einem Kater musste sogar ein heraushängendes Auge in einer Operation entfernt werden. Auch die Babys wurden vom Tierarzt behandelt und von den Helfern aufgepäppelt.

Um den Katzen-Nachwuchs zu stoppen, haben drei Mitglieder des Vereins die im Jahr 2009 begonnene Kastrations-Aktion wieder gestartet. 45 Katzen konnten inzwischen kastriert werden. Beim monatlichen "Tag der offenen Tür" wurde zu Spenden für die Kastrationen aufgerufen, so dass ein Teil dieser Kosten beglichen werden konnte (wir berichteten).

"Aber das Katzen-Elend hört nicht auf und so schauen wir vorwärts, denn Mitglieder haben in zwei weiteren abgelegenen Scheunen wieder kleine, sehr scheue Kätzchen gesehen", so Hélena Küller-Wiedemann. Wie viele Katzenmütter und -babys dort auf Hilfe warten, ist unklar, denn die Einfang-Aktion laufe gerade an. Aber eines ist klar: Die Tierarzt- und Futterkosten für den Verein werden noch einmal enorm steigen.

Doch auch viel Positives gibt es, worüber sich der Verein freuen kann. Zwölf neue Mitglieder und 18 Patenschaften wurden im vergangenen Jahr verzeichnet. "Aber diese Zahl an Neuzugängen und die gut besuchten Flohmärkte reichen nicht aus, um die hohen Futter- und Tierarztkosten wegen der Katzen-Neuaufnahmen mit Babys bezahlen zu können, denn Neuzugänge müssen ja bis zur Vermittlung hier bleiben", hofft die Vorsitzende auf weitere Helfer, Neumitglieder oder Spender.

Vor lauter Katzen-Elend bei den verwilderten Katzen, die unversorgt und allein in der freien Natur leben und trotz der vielen Katzenproblemen in Privathaushalten sollen aber nicht die "alteingesessenen" Stubentiger des Vereins vergessen werden, die ja auch Unterstützung brauchen. Die monatlichen festen Einnahmen durch Mitglieds- und Patenschafts-Beiträgen können aber auch hier nur zu einem Drittel die monatlichen festen Ausgaben decken. Nächstes Jahr feiert der Verein Katzentraum sein zehnjähriges Bestehen. "Wir blicken dann auf unsere Anfänge zurück", so Hélena Küller-Wiedemann.

Mangfall-Bote

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