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Salafistenprediger Sven Lau muss fünfeineinhalb Jahre in Haft

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In der Tierherberge Pürten wird es eng: Charmanter Straßenköter sucht Platz für verschmuste Stubentiger

Weihnachtshund Natale: Gut zu Katzen

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Gestatten: "Natale"! Ich bin der Weihnachtshund und will Katzen und meine Kumpels an den Mann bringen.

Waldkraiburg-Pürten (WN) - A propos "Weihnachten" .... Mein Name ist "Natale". Das ist italienisch und heißt "Weihnachten". Ich wurde letztes Jahr an Weihnachten irgendwo in Italien als schneeweißer Fox-Pudel geboren.

In Italien war es gar nicht schön. Habt Ihr schon von den schrecklichen Tötungsstationen im Süden gehört? Ich jedenfalls hatte Glück, denn ich habe es bis ins Tierheim nach Waldkraiburg geschafft. Hier ist es nett, aber langsam wird es eng. Vor allem diese unsäglichen Katzen muss ich loswerden. Rund 50 dieser Stubentiger, die immer so elegant tun und ein hinterhältiges Blitzen in den Augen haben, scharwenzeln hier herum - auf drei Zimmer und eine Quarantänestation verteilt.

Ich als gestandener italienischer Straßenköter kann getrost auf die Schönen und Edlen der Vorgärten und Straßen, auf schüchterne Schmusekatzen und stolze Kampftiger verzichten. Sie sind vertreten in allen Farben, Charakteren und Altersstufen, von quirligen Kitten bis zum gemütlichen Oldtimer.

Wenn Sie uns Hunden was Gutes tun wollen, adoptieren Sie eine der Katzen, damit ihre Übermacht schwindet. Jeder kennt ihre Tricks: auf Samtpfotenschleichen sie sich durch die Hintertür in die Herzen ihrer Dosenöffner. Muss ich noch deutlicher werden? Wissen Sie eigentlich, wie schön und entspannend das ist, wenn sich nach einem langen Arbeitstag auf dem Schoß ein kuscheliges Fellbündel zusammenrollt, das behaglich und dankbar schnurrt und pures Wohlbefinden direkt überträgt? Oder, wenn ein Fellköpfchen sich zärtlich an Ihr Gesicht schmiegt und alle Einsamkeit im Nu fortmiaut. Glück besteht aus lauter kleinen Momenten und die kätzischen Seelenschmeichler sind die zuverlässigsten Garanten dafür!

"Für meine Kumpels lege ich meine Pfote ins Feuer"

Ich sollte Autoverkäufer werden, bei meinem Talent, wuff! Aber wer, wie ich, keine Katzen mag, sondern lieber Hunde um sich hat, bekommt hier auch das Passende. Für meine Kumpels lege ich meine Pfote ins Feuer.

Die beiden entzückenden Dackel-Pinscher-Mädels, mit denen ich in der Box lebe, sind "Thelma" und "Louise", zwei rehbraune Spanierinnen im Handtaschenformat, Gesellschaft leistet uns "Blacky", ein schwarzes, lustiges Powerpacket, Produkt einer heftigen, aber unerlaubten Leidenschaft von Mini-Schnauzer und was auch immer.

Das arme "Paulchen" ist ein schwarzer Labrador-Plus-X, der aus schlechter Haltung befreit wurde. Er muss das Vertrauen in die Menschen wieder lernen. Ähnliches trifft auch auf "Whiskey" zu, den zierlichen Dober-Schäfer-Labrador. Eigentlich müsste er "Whiskey-Cola" heißen, denn er ist schwarz und hat nur über den Augen und an den Wangen hübsche, Whiskey-farbene Punkte. Eine interessante Bande sind wir, nicht wahr?

Bitte keine Tiere unüberlegt unter den Weihnachtsbaum!

Und clever auch. Wenn unsere Tierpfleger sich unterhalten, lausche ich gern genauer zu. Jetzt steht Heiligabend vor der Tür und viele Vierbeiner werden unüberlegt als Geschenk unter dem Baum gesetzt und landen nach wenigen Wochen auf der Straße oder im Tierheim. Leider gibt es das immer wieder. Als Weihnachtshund weiß ich darüber sehr genau bescheid.

Rechnen kann ich auch. Wenn eine Katze nicht kastriert wird und drei Mal im Jahr jeweils durchschnittlich fünf Junge bekommt und dieser Nachwuchs nach einem halben Jahr selbst wieder Kinder bekommt, was passiert dann wohl? Hilfe, bald werden Katzen die Weltherrschaft an sich reißen. Da hilft nur der Gang zum Tierarzt, denn wer behält schon Dutzende Katzen? Die meisten landen am Ende wieder hier.

Ute Kindermann/kla/Waldkraiburger Nachrichten

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