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Aderlass bei MySpace: Deutsche Tochter schließt

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Das Logo des Online-Netzwerks MySpace.

New York - Beim schwächelnden Online-Netzwerk MySpace verlieren wieder rund 500 Mitarbeiter ihre Jobs, diesmal auch alle 30 Beschäftigten in Deutschland.

Weltweit werde MySpace die Mitarbeiter- Zahl nahezu halbieren, kündigte Firmenchef Mike Jones am Dienstag an.

MySpace, Vorreiter der Sozialen Netzwerke im Internet, war vom Konkurrenten Facebook überrundet worden und will sich jetzt als Unterhaltungsplattform neu erfinden. Dem Vernehmen nach prüft Medienmogul Rupert Murdoch auch den Verkauf des einst teuer erworbenen Netzwerks.

Im Zuge des Umbaus wird die für MySpace Deutschland zuständige Fox Interactive Media Germany GmbH zu Ende Februar geschlossen. Auch das Geschäft in Großbritannien und Australien ist von der Sparaktion betroffen. Jones argumentierte, das neue MySpace müsse sich von Strukturen aus der Vergangenheit trennen, um den Weg zu Wachstum und Gewinn freizumachen. “Ich bedauere die Entscheidung von MySpace sehr, den Geschäftsbetrieb in Deutschland einzustellen“, sagte der bisher für MySpace Deutschland zuständige Manager Joel Berger.

So schützen Sie Ihre Daten in sozialen Netzwerken

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So schützen Sie Ihre Daten in sozialen Netzwerken © Bild: dpa
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Es ist nicht der erste Aderlass für MySpace. Im Sommer 2009 hatte der damalige Chef Owen Van Natta bereits rund ein Drittel der damaligen 1500 US-Jobs gekappt. Die Einschnitte brachten aber nicht die erhoffte Erleichterung.

Medienberichten zufolge soll das neuerliche Großreinemachen die Bühne für einen Verkauf bereiten. 2005 hatte die von Murdoch gelenkte News Corporation damals aufsehenerregende 580 Millionen Dollar für MySpace hingeblättert.

MySpace war 2003 gestartet und hatte sich zum größten Online- Netzwerk der Welt aufgeschwungen, wurde dann jedoch von Facebook überrundet. Facebook beziffert die Zahl der Mitglieder inzwischen auf mehr als 550 Millionen. MySpace zählt rund 100 Millionen Nutzer. Mit der schwindenden Bedeutung sanken auch die Werbeumsätze und die Hoffnungen auf Gewinne schwanden weiter.

dpa

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