Mit einem Schmunzeln wegen Kanal-Blockade

Meme-Welle: Spannung um Suezkanal-Vorfall befeuert die kreativen Geister des Internets

Eine fantasievoll gestaltete und vermutlich weniger ernst gemeinte Idee, wie die Blockade hätte umgangen werden können.
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Eine fantasievoll gestaltete und vermutlich weniger ernst gemeinte Idee, wie die Blockade hätte umgangen werden können.

Rund 370 Schiffe sollen laut Medienberichten darauf gewartet haben, dass der Wasserweg des Suezkanals wieder frei wird. Während sprichwörtlich nach der Freilegung der Ever Given wieder Land in Sicht ist, sind die Social Media Kanäle voller humoristischer Beiträge zu dem unglücklichen Vorfall.

Ägypten - Abseits der Corona-Themen schlug die Meldung über das 400 Meter lange Schiff „Ever Given“, das im Suezkanal stecken geblieben war, hohe Wellen. Der Transportweg in Ägypten ist über das Rote Meer die Verbindung des Nordatlantik mit dem Mittelmeer. Für alle, die auf diesen Transportweg angewiesen sind, war das eine Schreckensmeldung. Für die eher weniger betroffenen Internetnutzer, die das Geschehen interessiert aus der digitalen Ferne beobachteten, sind die Bilder aber gefundenes Fressen für allerlei Schabernack. Am Montagnachmittag wurde bekannt, dass die „Ever Given“ wieder freigelegt wurde ihre Fahrt fortsetzen konnte.

Wer im Moment auf Instagram, Facebook und Co. nach den Hashtags #suezkanal, #suezcanal oder #suezblock sucht, der findet eine scheinbar nicht enden wollende Fülle an manipulierten Bildern. Das für zahlreiche Transportunternehmen und deren Kunden sehr bedrohliche Szenario wurde in eine Vielfalt humoristischer und kreativer Art gewandelt.

Von ambitionierten Lösungsvorschlägen mit Eigeninitiative bis hin zu mit einem Augenzwinkern unterstellte Absicht: Social-Media-Kanäle feuern seit Bekanntwerden des Unfalls mit allerlei witzig gemeinten Beiträgen.

Zum Teil wurde die prekäre Lage der „Ever Given“ auch genutzt, um zeitgenössische Kommentare über die Impf-Strategien mancher Länder zu machen.

Immer wieder fanden sich auch Hobby-Heimwerker mit einem spezifischen Vorschlag, damit es wieder „flutscht“. Knapp an der Grenze von Geheimtipp und Allgemeinwissen.

Auch auf Twitter finden sich diverse Vorschläge samt Visualisierung, wie die Notlage hätte gelöst werden können.

Doch auch ohne Lösungsvorschläge hatten viele Internetnutzer ihren Spaß mit dem widrigen Umstand der „Ever Given“. Ein Twitter-Nutzer fragte sich bestürzt, seit wann man beim Schiffe versenken denn diagonal setzen darf. Sinken mussten glücklicherweise aber weder das steckengebliebene noch die anderen wegen der Blockade des Suezkanals wartenden Schiffe.

Außergewöhnlich zeigte sich ein Lösungsansatz, mit dem die „Ever Given“ mit Raketen aus dem Suezkanal gehoben werden sollte. Ob Elon Musk, dessen Unternehmen Space X wohl weniger ernsthaft mit einbezogen werden sollte, mit von der Partie gewesen wäre, bleibt wohl ungewiss.

mda

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