Empörung im Netz

Ärger um "Teenie-Doku" - Wirbt Kika für Islamisierung?

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Am 17. November vergangenen Jahres strahlte der Kinderkanal (Kika) die Teenie-Doku "Schau in meine Welt – Malvina, Diaa und die Liebe" aus. Dort geht es um das Zusammenleben einer 15-jährigen deutschen Schülerin mit einem jungen Syrer. Die nachträglich korrigierte Altersangabe des Syrers ist nicht der einzige Grund, warum die Sendung bei den Zuschauern auf Social Media für Empörung sorgt.

Kennengelernt haben sich die beiden über den AWO Kreisverband Fulda, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, die soziale Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft zu fördern. Privatpersonen können sich hier, einer sogenannte Tandem-Partnerschaft annehmen. Auch Malvina und ihre Mutter haben zwei Partnerschaften geschlossen. 

In einer öffentlichen Pressemitteilung der AWO wird das Zusammenleben wie folgt beschrieben. "Es kommt ganz viel zurück“, erklärt die 47-Jährige freudestrahlend. Die 15-Jährige stimmt in das fröhliche Lachen ihrer Mutter ein."(...)
"Mit ihren syrischen Paten Diaa (18) und Anas (32) unternehmen Mutter und Tochter viel. Während sich der 32-Jährige erst seit Kurzem in der Patenschaft befindet, kennt der 18-Jährige seine Patinnen seit mehr als einem Jahr."

Kika korrigiert Altersangabe

Diese Geschichte wollte Kika ihrer Zielgruppe (drei bis 13 Jahren) näher bringen. Aber es dauerte nicht lange bis Zuschauer ihren Missmut äußerten. Vor allem die kuriosen Altersangabe der Protagonisten sorgten für Verwirrung. So wird Diaa in der Doku als 17-jähriger junger Flüchtling beschrieben, wirkt aber vor allem, wegen seines Vollbarts deutlich älter. Darf man den Angaben des AWO Kreisverbandes glauben schenken, muss Diaa zum Zeitpunkt des Drehs 19 Jahre alt gewesen sein.

Mittlerweile hat sich Kika diesbezüglich auch entschuldigt und das Alter auf ihrer Webseite korrigiert. Kurios allerdings ist, dass sich Diaa in der Kika-Sendung "Kummerkasten" am 26. November 2017 mit den Worten: "Ich heiße Mohamed Diayadi. Ich bin 18 Jahre alt", vorstellt.

Doch dies ist erst der Anfang 

Bereits zu Beginn der Reportage, spricht Malavia über Probleme in der Partnerschaft zu ihrem Diaa: "Ich habe das Problem mit ihm, dass ich oft in eine Richtung gelenkt werde, in die ich gar nicht kommen möchte. Ich darf keine kurzen Sachen anziehen, immer nur lange Sachen. Das heißt: Kleider dürfen nur bis zum Knie gehen. Und das war's – und nicht kürzer"

Dies sind aber bei weitem nicht die einzigen Einschränkungen. Der 19-jährige Mann aus Aleppo erklärt: "Einen Jungen zu umarmen, das geht gar nicht". Zudem meint er, dass es das Beste wäre, wenn sie möglichst schnell heiraten würden, damit sie ihm gehöre. 

Malvinas Mutter hat ein wenig Angst um ihre Tochter, dass sie in eine Burka gesteckt wird, auch wenn Malvina sich strickt dagegen äußert. Andererseits ist sie dennoch bereit Kompromisse einzugehen. "Er ist mir wichtiger, als eine Hotpant zu tragen." Ebenso verzichtet sie auf Schweinefleisch, da er Moslem ist. 

Shitstorm auf Facebook

In den sozialen Netzwerken hagelt es Kritik für die Teenie-Doku. Ein User auf Facebook schreibt zum Beispiel: "Das ist ja echt das allerletzte, was da so im Kika läuft! Der Typ hat graue Barthaare(!), ist naaa klar erst 18 und der Kika feiert die Beziehung zu dem jungen Mädchen auch noch ab....ach ja, kleine Problemchen hier und da". Ein anderer meint: "Malvina darf im GEZ-Kinderkanal kleinen deutschen Kindern erzählen, dass ihr syrischer Freund ihr nicht erlaubt, kurze Röcke oder Hotpants zu tragen!"

Auch die AFD meldete sich auf Facebook zu Wort und beschriebt die Sendung als "Staatlich Finanzierte Propaganda für unsere Kinder"  

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