Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mit heftigen Fotos will er aufklären

Erotikstar Silver Steele spricht über seine schmerzhafte Affenpocken-Infektion

Pornostar Silvester Steele ist an Affenpocken erkrankt
+
Pornostar Silvester Steele postete auf Instagram zahlreiche Bilder seiner Affenpocken-Erkrankung.

Mitte Juli infizierte sich der Porno-Darsteller Silver Steele mit den Affenpocken. Auf Instagram dokumentierte der 40-Jährige seinen Verlauf.

Houston - In den vergangenen drei Monaten gab es laut Robert-Koch-Institut (RKI) insgesamt 3213 bestätigte Affenpocken-Fälle in Deutschland. Erst vor wenigen Tagen wurde auch der erste positive Fall des Affenpocken-Virus in unserer Region erfasst. Bei der positiv getesteten Person handelt es sich um eine „männliche Person mittleren Alters“, wie das Landratsamt Berchtesgadener Land auf Anfrage von BGLand24.de mitteilte.

Affenpocken: Infizierter berichtet über seinen Krankheitsverlauf

Der WHO wurden bis Mittwoch (17. August) mehr als 35.000 Affenpocken-Nachweise aus 92 Ländern gemeldet. Einer der Infizierten ist Porno-Darsteller Silver Steele aus Houston im US-Bundesstaat Texas. Der 40-Jährige steckte sich im Juli mit dem Virus an. Zuerst spürte er ein komisches Brennen unterhalb seines Mundes - er vermutete einen Rasurbrand. Als er dann weiße Pickel und Fieber bekam, suchte er einen Arzt auf. Es folgte die Diagnose Affenpocken.

Seitdem dokumentiert Silver Steele seinen Krankheitsverlauf auf Instagram. „Mein Ziel dabei ist es nicht, jemanden anzuekeln, sondern aufzuklären“, erklärt der 40-Jährige. „Nicht jeder zeigt Symptome auf die gleiche Weise, aber mir wurde von mehreren Fachleuten gesagt, dass mein Fall ein ‚klinisch perfektes‘ Beispiel ist und in CDC-Demonstrationen und medizinischen Fachzeitschriften verwendet wird“, schreibt er unter ein Foto, welches die Affenpocken in verschiedenen Stadien zeigt.

Die Symptome des 40-Jährigen wären zeitweise sogar so schlimm gewesen, dass er von den Ärzten das umstrittene Schmerzmittel Vicodin verschrieben bekam. „Diese Läsionen können sehr schmerzhaft sein, andere haben sie an ihren Genitalien oder im anorektalen Bereich, was den Gang zur Toilette zur Qual macht“, berichtete der Porno-Darsteller am 15. Tag seiner Affenpocken-Infektion. Ganze drei Wochen lang dauerte es, bis alle Symptome vollständig verschwunden waren.

Mittlerweile ist der US-Amerikaner wieder gesund. In seinem Gesicht sind nur noch leichte Narben sichtbar. Silver Steele weiß jedoch bis heute nicht, wo oder wann er sich angesteckt hat, denn die Kontaktverfolgung blieb erfolglos.

Mediziner sehen fürs Oktoberfest keine erhöhte Affenpocken-Gefahr

München rüstet sich für das erste Oktoberfest nach zwei Absagen in Corona-Jahren, in Straubing hat das Gäubodenfest begonnen - und gerade jetzt breitet sich eine neue Krankheit weltweit aus: Der Ausbruch der Affenpocken wurde inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Notlage von internationaler Tragweite eingestuft. Die Krankheit wird bei nahem Körperkontakt übertragen - und in der Enge der Bierzelte kommt man sich schnell mal näher. Dennoch sehen Mediziner keinen Grund zur Panik.

Bezüglich der Affenpocken ist eine Übertragungsgefahr auf der Wiesn eher gering, weil es sehr engen Körperkontakt, insbesondere zu infizierten Hautläsionen, für die Infektion braucht“, sagt der Münchner Infektiologe Christoph Spinner, Pandemie-Beauftragter des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. „Eine Infektion kann zwar prinzipiell nicht ausgeschlossen werden, scheint mir derzeit aber eher theoretisch. Die überwiegende Mehrheit aller Infektionen tritt derzeit nach sexueller Übertragung auf.“

Auch der Mediziner Johannes Bogner, Leiter der Sektion Klinische Infektiologie am LMU-Klinikum der Universität München, sagt: „Ein Wiesn-Besucher, der dort nicht Sexualkontakt sucht und hat, wird keine Angst vor Affenpocken haben müssen.“ Sehr viel wahrscheinlicher sei eine Infektion mit einer Atemwegserkrankung - einer Erkältung, der Influenza oder Corona, heißt es bei den Experten.

Hygieniker der RoMed Kliniken im Raum Rosenheim verweisen ebenfalls darauf, dass Affenpocken von Mensch zu Mensch nur bei engem Kontakt übertragen werden. Große Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen könnten aber ein günstiges Umfeld dafür darstellen. Studien zufolge haben sich 95 Prozent der Erkrankten bei sexuellen Aktivitäten angesteckt.

jg/dpa

Kommentare