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Einstieg zur Saison 2026

Audi sucht Formel-1-Fahrer per Twitter: „21 und habe schon reichlich Crash-Erfahrung“

Audi
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Teammitglieder schieben den neuen Rennwagen von Audi auf die Rennstrecke.

Jetzt ist es offiziell: Audi wagt sich 2026 in die Formel 1. Das ehrgeizige Projekt kostet den Autobauer viel Geld. Schnelle Erfolge hält der Chef für unrealistisch. Doch der Autobauer beweist schon vor seinem Einstieg Humor.

Spa-Francorchamps - Für sein Formel-1-Projekt hat Autobauer Audi eine wohl nicht ganz ernst gemeinte Stellenanzeige geschaltet. „Fahrer gesucht, Lebenslauf einschicken“, twitterte der Hersteller am Freitag kurz nach Bekanntgabe des Einstiegs in die Formel 1 zur Saison 2026. Dazu stellte Audi das Bild eines futuristischen Rennwagens in den Farben des Konzerns.

Im Netz kommt die Stellenanzeige gut an. Zahlreiche User zeigen sich amüsiert und bringen sich scherzhaft selbst als Fahrer in Spiel. „Ich bin 21 und habe schon reichlich Crash-Erfahrung“, schreibt zum Beispiel ein junger Mann. Vielen gefällt auch das Fahrzeug auf dem Bild unter der Stellenanzeige und fragen, wo es dieses Auto zu kaufen gäbe. Hier schob aber Audi bereits einen Riegel vor und reagierte: „Bei dem gezeigten Fahrzeug handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug, das nicht als Serienmodell erhältlich ist.“

Fahrersuche noch nicht begonnen

Audi-Vorstandschef Markus Duesmann hatte bei der Vorstellung der Pläne an der Rennstrecke im belgischen Spa-Francorchamps gesagt, dass die Fahrersuche noch nicht begonnen habe. Zunächst wolle der Autobauer die Verhandlungen mit seinem künftigen Partner abschließen.

Duesmann äußerte zudem die Hoffnung, dass Deutschland zum Zeitpunkt des Audi-Einstiegs weiter eine sichtbare Rolle in der Formel 1 spielt. „Wir hoffen, dass es dann einen deutschen Fahrer und auch einen deutschen Grand Prix gibt“, sagte der 53-Jährige.

Kein deutsche Fahrer im Jahr 2023?

Im kommenden Jahr könnte die Rennserie erstmals seit 1990 wieder ohne deutschen Piloten ihre Runden drehen. Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (35) hört zum Ende dieser Saison auf. Haas-Pilot Mick Schumacher (23) hat noch keinen Vertrag für 2023.

Ein Formel-1-Rennen in Deutschland gab es zuletzt vor zwei Jahren. Auch in dieser Saison macht die Königsklasse des Motorsports einen Bogen um Hockenheim und den Nürburgring. Die hohen Antrittsgelder machen es unwahrscheinlich, dass Deutschland im nächsten Jahr in den Rennkalender zurückkehrt.

Schnelle Siege in der Formel 1 „nicht realistisch“

Audi rechnet vorerst nicht mit schnellen Erfolgen für sein Formel-1-Projekt. Siege im ersten Jahr nach dem Einstieg des Autobauers in die Rennserie zur Saison 2026 seien „nicht realistisch“, sagte Duesmann. „Innerhalb von drei Jahren sollten wir sehr wettbewerbsfähig sein“, fügte Duesmann hinzu. Die Volkswagen-Tochter hatte zuvor verkündet, sich mit dem Wechsel auf ein neues Motorenreglement 2026 in der Königsklasse des Motorsports engagieren zu wollen.

Das Projekt sei wegen der Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro „sehr langfristig“ angelegt, versicherte Duesmann. Auf die Frage, ob die Formel 1 für Audi finanzielle Gewinne abwerfen müsse, antwortete der Vorstandschef: „Geld zu verdienen, ist immer gut, aber wir müssen es nicht.

Partnerschaft mit Sauber-Rennstall?

Audi will einen eigenen Motor entwickeln, aber keinen komplett neuen Rennstall aufbauen. „Die Startposition ist immer besser mit einem existierenden Chassis-Hersteller“, sagte Duesmann. Bis Jahresende will der Autobauer seinen künftigen Partner offiziell machen. Audi habe mit mehreren Formel-1-Teams verhandelt, bestätigte Duesmann.

Erwartet wird, dass Audi beim Schweizer Sauber-Rennstall einsteigt. Autobauer Alfa Romeo beendet nach der nächsten Saison seine Formel-1-Partnerschaft mit dem Sauber-Team. Der italienische Hersteller verkündete den Schritt ebenfalls am Freitag vor dem Grand Prix im belgischen Spa-Francorchamps.

mz/dpa

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