Wegen Kritik am Crocodile Hunter

Nach Tweet über Steve Irwin: PETA erntet Shit-Storm

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Steve Irwin
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Australien - Die Tierschutzorganisation PETA äußerte Kritik an "Crocodile Hunter" Steve Irwin - und erntet böse Worte.

Die Tierschutzorganisation PETA löste am Wochenende eine Welle von entrüsteten Kommentaren im Internet aus. Ausgerechnet den 2006 verstorbenen Publikumsliebling Steve Irwin nahm PETA in einem Tweet in die Mangel und erntete einen echten Shit-Storm als Reaktion. 

Anlass der Debatte war das Google-Doodle aus Australien, das Irwin an seinem Geburtstag ehren sollte. Der als "Crocodile-Hunter" berühmt gewordene Tier-Liebhaber wäre am 22. Februar 57 Jahre alt geworden. 

Die Illustrationen sollten die Bemühungen des Australiers ehren, der sich für die Erhaltung verschiedenster Arten einsetzte. Das wollte PETA so gar nicht schmecken. Die Organisation kritisierte die Zeichnungen, da sie eine gefährliche Nachricht an die Welt senden. "Steve Irwin wurde dabei getötet, wie er einen Rochen belästigte; er ließ sein Baby baumeln, während er ein Krokodil fütterte und rang mit wilden Tieren, die keinen Anlass dazu gaben", schrieb sie in einem Tweet. Wildtiere haben ein Recht darauf, in Ruhe gelassen zu werden, so PETA. 

Weiter seien Irwins Handlungen nicht in Übereinstimmung mit seinen Bekundungen, er wolle die Natur schützen. Jemand der Tiere respektiere, würde sie in Frieden in ihrer natürlichen Umgebung leben lassen, so die Organisation. 

Internetnutzer waren, milde gesagt, empört. Es hagelte wütende Nachrichten im Twitterfeed, die Irwin verteidigten. Eine Nutzerin ging sogar soweit, den PETA-Tweet als persönliche Attacke auf jeden einzelnen Australier zu interpretieren

Andere warfen der Organisation Heuchelei vor und erklärten, dass Irwin mehr für den Tierschutz erreicht habe, als PETA es je würde. Sogar eine Petition wurde ins Leben gerufen, die PETA dazu auffordert, sich bei Irwin und seiner Familie zu entschuldigen. Sollte die Organisation dem nicht nachkommen, droht die Initiator der Petition mit einem Gerichtsverfahren wegen übler Nachrede

Auf der Homepage von PETA findet sich eine Seite, auf der die Organisation ebenfalls gegen Irwin und seinen Einsatz wettert. Durch die Art und Weise wie Irwin und seine Familie wilde Tiere beliebt gemacht haben und immer noch machen, sorgen sie für eine Verbreitung des Handels mit exotischen Tieren. Sie tragen aktiv dazu bei, dass Wildtiere nicht mehr artgerecht leben können, so PETA.

jv

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