Trotz Hirnhautentzündung

Notaufnahme schickt Mutter mit krankem Baby zwei Mal heim

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Australien - Es muss der Horror für eine australische Mutter gewesen sein. Tegan Gilbert wurde zwei Mal von der Notaufnahme abgewiesen, obwohl ihr vier Monate altes Baby schwer erkrankt war.  

Vor rund vier Monaten erblickte Brock Morschel in Australien das Licht der Welt. Am 10. Juli änderte sich die heile Welt der Familie dann schnell. Da eine schwere Erkältung des Jungen nicht abzuklingen schien, brachte Tegan Gilbert ihren Sohn, der zeitweise 39 Grad Fieber hatte, in die Notaufnahme. Doch weil das Kind im Krankenhaus munter wirkte, schickten die Ärzte die Mutter mit ein paar Fiebersenkern wieder heim, so 9news.com.

Trotz Diagnose nach Hause geschickt

Doch auch drei Tage später besserte sich die gesundheitliche Situation des Babys nicht. Ein Allgemeinmediziner schickte die Mutter deswegen erneut in die Notaufnahme. Doch als eine Ärztin Brock untersuchte, begann das schwerkranke Kind plötzlich zu lächeln. Obwohl eine akute Infektion der oberen Atemwege diagnostiziert wurde, schätze die Ärztin das Baby als munter ein und schickte die Familie wieder nach Hause

Am nächsten Morgen ging es Brock noch schlechter und die Mutter fuhr erneut zu einem anderen Allgemeinarzt, d er sie wieder in die Notaufnahme schickte – zum dritten Mal in vier Tagen! Da ein weiterer Doktor das Kind über Nacht im Krankenhaus aufnahm, wurde dem Baby wahrscheinlich das Leben gerettet. 

Hirnhautentzündung und Schlaganfall

"In dieser Nacht fing Brock an, sich zu übergeben und das Fieber stieg immer weiter. Er rollte seine Augen nach oben", sagte die Mutter gegenüber der australischen Nachrichtenplattform. Kurze Zeit darauf wurde eine Hirnhautentzündung diagnostiziert. Da Brock unter Krämpfen litt und auch Blut im Stuhl hatte, kam es zu der nächsten Schockdiagnose - der Junge erlitt auch noch einen kleinen Schlaganfall.  

Das Baby kam daraufhin in ein Spezialkrankenhaus. Brock Morschel soll mittlerweile stabil sein, ob er aber Folgeschäden erleiden wird, ist bisher noch nicht absehbar. Seine Mutter Tegan ist derweil "enttäuscht und frustriert" darüber, dass sie so oft von der Notaufnahme abgewiesen wurde. Mithilfe einer Fundraising-Seite sollen nun die Kosten für die Behandlung des Babys refinanziert werden wie 9news.com berichtet.

jg

Rubriklistenbild: © www.gofoundme.com/Baby Brock's medical expenses

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