Urteil

Muss ich für Restguthaben die Prepaid-Karte zurückgeben?

+
Befindet sich auf der Prepaid-Karte noch ein Restguthaben, sollen Nutzer oft erst die Karte zurücksenden, bevor sie das Geld erhalten. Zulässig ist diese Praxis nicht. Foto: Bernd Thissen

Geld gegen SIM-Karte: Einige Mobilfunkanbieter knüpfen die Auszahlung des Restguthabens an die Rückgabe der Prepaid-Karte. Doch ist das überhaupt erlaubt?

Düsseldorf (dpa/tmn) - Haben Prepaid-Kunden nach Vertragsende noch Restguthaben, wollen sie sich diese Summe gerne auszahlen lassen. Verlangt ein Mobilfunkanbieter, dass man dafür zunächst die nicht mehr genutzte SIM-Karte zurückschicken muss, ist das nicht rechtens.

Folgendes Urteil des Landgerichts Düsseldorf (Az.: 12 O 264/18) hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erwirkt:

In dem Fall hatten die Verbraucherschützer gegen einen Anbieter geklagt, der so eine Klausel in seinen Mobilfunkverträgen hatte. Die Bedingung - erst SIM-Karte, dann Guthaben-Auszahlung - habe die Firma inzwischen aus seinen Geschäftsbedingungen gestrichen. Das Urteil ist nach Angaben der Verbraucherschützer noch nicht rechtskräftig.

Mitteilung vzbv

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT