Bei einem Auswärtspiel in Mailand

Im Stadion verlaufen - für elf Jahre verschwunden!

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Nach dem er sich im Stadion verlaufen hatte lebte Rolf Bantle elf Jahre lang in Mailand.

Mailand - Es klingt unglaublich: Der Schweizer Rolf Bantle folgte seinem Lieblingsverein, dem FC Basel, nach Mailand zu einem Auswärtsspiel gegen Inter. Im Stadion ging er auf die Toilette und verschwand - für 11 Jahre!

Am 24. August 2005 bezwang Inter Mailand den FC Basel mit 4:1. Doch das Ende des Spiels verfolgt Rolf Bantle schon nicht mehr. Kurz vor Abpfiff geht der damals 60-Jährige auf die Toilette und dann passiert es. Er kann sich nicht mehr an den Rückweg erinnern, auch wo das Auto steht, ist ihm entfallen.

Also entschied sich Bantle zu bleiben und lebte von da an mehr als 10 Jahre in Mailand. "Es ist mir ja nicht schlecht gegangen in Italien. In dem Vorort von Mailand, Baggio, fand ich bald Freunde", erzählt er dem Newsportal watson.ch. "Mal hier fünf Euro, mal da etwas zu essen oder ein Glas Wein. Dass ich überhaupt nichts hatte, überhaupt kein Geld und nichts zu essen, das kam selten vor."

In seiner Heimat suchte außer einer Vormundschaftsbehörde niemand nach dem Baseler und so wurde er nach einer erfolglosen Fahndung 2011 offiziell für tot erklärt.

Rückkehr nach elf Jahren!

Erst nach elf Jahren im Exil kehrte der inzwischen 71-Jährige wieder in seine Heimat zurück. Und das auch nicht ganz freiwillig: "Ich brach mir den Oberschenkel auf der rechten Seite und kam ins Spital. Die haben gesagt, ich solle zurück in die Schweiz, das sei schon alleine vom finanziellen her besser", so Bentle weiter. Und so machte sich Rolf Bantle, mit Hilfe des Schweizer Konsulats, im Krankenwagen auf den Heimweg. 

Eine Rückkehr nach dem wohl längsten Auswärtsspiel aller Zeiten...

ln

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser