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Kurz nach Maskenstreit-Mord veröffentlicht *Mit Voting*

Entsetzte Reaktionen zu CDU-Wahlwerbespot mit Querdenker: „Ein Hohn für alle, die...“

Für CDU-Kanzlerkandidat Laschet bringt der neue CDU-Wahlwerbespot, der ihn im Gespräch mit einem „Querdenker“ zeigt, Lob aus den eigenen Reihen. Von außen hagelt es nun Kritik.
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Für CDU-Kanzlerkandidat Laschet bringt der neue CDU-Wahlwerbespot, der ihn im Gespräch mit einem „Querdenker“ zeigt, Lob aus den eigenen Reihen. Von außen hagelt es nun Kritik.

Die CDU veröffentlichte am Montag (20. September) einen Wahlwerbespot auf ihrem Youtube-Kanal mit dem Titel „Damit die Richtung stimmt“. Vor allem wegen einer Szene gerät nun der Spot und im Zusammenhang auch die CDU in die Kritik.

Berlin - Nach der Veröffentlichung eines CDU-Wahlwerbespots mit einer Szene, in der Laschet mit einem „Querdenken“-Anhänger spricht, zeigen sich Politiker mehrerer Parteien und Bürger empört. In einem kurzen Abschnitt des Spots springt ein Mann bei einer Wahlkampfveranstaltung von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) Anfang September in Erfurt auf die Bühne. Laschet ging auf das Gespräch ein und ließ den Mann auch in sein Mikro sprechen. Aus CDU-Kreisen heißt es, das Video komme bei den Mitgliedern sehr gut an. Die Szene mit dem „Querdenker“ sei aus dem Wahlkampf in Erinnerung geblieben. Sie zeige, dass Laschet keinem Konflikt aus dem Wege gehe.

Der Mann im Video, der ein Anhänger der in Teilen vom Verfassungsschutz beobachteten „Querdenker“-Bewegung ist, beschwerte sich damals über Corona-Maßnahmen. Während dieser Szene im Wahlwerbespot, heißt es im Voice-Over, dass die CDU dafür stehe, auch mit denen zu reden, „die eine kritische Haltung haben“. Nach einer Sekunde O-Ton aus dem Video wird betont: „Ja, gerade mit denen“. Das ist in der Wortwahl zunächst keine Neuheit, denn ähnliche Szenen finden sich auch in einem früheren CDU-Wahlwerbespot. Dort werden allerdings die dieselben Worte über Bilder von Umwelt- und Klimaaktivisten gesprochen.

Für die Entscheidung, diesen Clip in diesem Kontext zu verwenden, schlagen der CDU nun Entsetzen und Ablehnung aus vielen Richtungen entgegen. So äußerte sich der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, entsetzt, dass die CDU „nach dem fürchterlichen Terror-Mord von Idar-Oberstein“ an dem Werbespot festhalte. Am Samstag hatte dort ein Mann nach einem Streit über die Maskenpflicht einen in einer Tankstelle arbeitenden Studenten (20) erschossen.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen schrieb in einem Tweet: „Am selben Tag, an dem ein Bürger für die Durchsetzung der Maskenpflicht in Idar-Oberstein ermordet wird, veröffentlicht die CDU einen Spot mit einem Querdenker. Dieses Video ist ein Hohn für alle, die mit Solidarität und Engagement gegen das Virus kämpfen!“

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), kritisierte in einem Tweet, die CDU biedere sich bei den „Querdenkern“ an und fische am rechten Rand.

Der Mann, ein ehemaliger Busfahrer aus Thüringen, wurde in der „Querdenker“-Szene bereits im September 2020 bekannt, als er Kinder in im Schulbus aufforderte, ihre Masken abzunehmen. Auf Telegram zeigt er sich in seinem Kanal neben einem als „Volkslehrer“ bekannt gewordenen Rechtsextremisten. Die Corona-Maßnahmen vergleicht er mit der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. Kürzlich teilte er einen Aufruf, einen Impfbus in der Region Stuttgart zu „verjagen“.

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mda mit Material der dpa