Start der CeBIT

Merkel will politischen Rahmen für IT

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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang über die CeBIT.

Hannover - Der Startschuss für die Computermesse CeBIT ist gefallen. Kanzlerin Merkel warb zum Auftakt für den richtigen politischen Rahmen für die IT-Branche in Europa.

Jetzt können die Besucher auf das größte Messegelände der Welt strömen.

Die weltgrößte Computermesse CeBIT in Hannover hat am Dienstagmorgen für das Publikum geöffnet. Bis kommenden Samstag zeigen fast 4100 Aussteller aus 70 Ländern ihre Technik und Ideen. Die CeBIT erklärte in diesem Jahr das Teilen von Produkten und Ressourcen mit Hilfe des Internets zum Top-Thema unter dem Motto „Shareconomy“.

Teilen statt besitzen lautet das Motto, das sich auch bei der Mobilität mit dem Car-Sharing zunehmend durchsetzt. Computersysteme sollen dabei unterstützend eingreifen und den Weg bereiten. Ein weiteres Zukunftsthema sind intelligente Steuerungen für den Haushalt, die Stromverbrauch senken, das Haus sichern oder Ratgeberfunktionen übernehmen sollen. Für die Automatisierung müssen heute nicht mehr aufwendig Kabel verlegt werden - eine smarte Lüsterklemme hinter der Steckdose sammelt die Daten und steuert den Verbrauch. Sie lässt sich über ein Smartphone steuern.

'Eine Gründungskultur entwickeln' 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnete die Hightech-Messe offiziell am Montagabend und läutete den ersten Publikumstag mit ihrem traditionellen Rundgang ein.

Bei der Eröffnung warb Merkel dafür, den rasanten Wandel in der IT-Welt mit dem richtigen politischen Rahmen zu unterstützen, um global den Anschluss nicht zu verpassen. Vielversprechende Ideen müssten besser gefördert werden. „Wir müssen aufpassen, dass wir eine wirkliche Gründungskultur entwickeln. Das sage ich nicht nur für Deutschland, sondern das sage ich für die gesamte Europäische Union“, betonte Merkel.

CeBIT-Eröffnung mit Neuheiten und Prominenz

Bilder: CeBIT-Eröffnung mit Neuheiten und Promimenz

Es sei zuletzt viel für die Rettung des Euro getan worden, nun müsse die Konjunktur wieder anspringen. „Wir haben noch nicht ganz die Antwort, wo soll das Wachstum denn genau herkommen. Die IT-Branche ist mit Sicherheit eine Möglichkeit“, sagte die Kanzlerin und sprach sich für gleiche Gründungsbedingungen von Start-Ups in der Branche aus. Es gehe darum, ein Klima zu fördern, in dem die Ansiedlung von Firmen nicht mit der Bürokratie stehe und falle.

Ein Themenbereich, der für Debatten auf der Messe sorgen wird, sind die Möglichkeiten des dreidimensionalen Druckens von Gegenständen. Dabei stehen Fragen wie Urheberrecht und Markenschutz im Vordergrund.

EADS-Chef präsentiert Mars-Roboter "Bridget"

Der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Thomas Enders, präsentierte den Mars-Roboter „Bridget“ (Brigitte), an dem die EADS-Tochter Astrium mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA arbeitet. Enders kritisierte, die Innovationen aus der Industrie hielten zu oft nicht mehr Schritt mit denen der IT-Branche . Es wachse eine Kluft, mit der Industriezweige wie etwa die Raumfahrt leicht zurückfielen. „Wenn Bridget im Jahr 2018 zum Mars aufbricht, wird sich die Computerleistung im Vergleich zu heute verdreifacht haben“, sagte Enders.

Partnerland der CeBIT ist in diesem Jahr Polen. Premier Donald Tusk eröffnete die Messe am Montagabend zusammen mit Merkel. Die Zahl der Aussteller ging zwar um 161 auf 4079 teilnehmende Unternehmen zurück, im Vergleich zu Einbrüchen vor einigen Jahren blieb sie damit aber relativ stabil. Im vergangenen Jahr kamen zur CeBIT 319 000 Besucher.

dpa

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