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Instagram-Bloggerin facht Debatte an

Das Wort „Curry“ soll angeblich rassistisch sein

Grünes Curry
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Grünes Curry

Immer wieder lösen Wörter, die seit unzähligen Jahren in unserem Sprachgebrauch existieren, neue Rassismus-Dabatten aus. Zuletzt wurde über das Wort „Schwarzfahren“ diskutiert nun ist es das allseits beliebte „Curry“, das sich gegen Rassismus-Vorwürfe erwehren muss.

Indien - Eine amerikanisch-indische Bloggerin facht auf ihrem Instagram-Kanal eine Diskussion an, die wohl kaum ein jemand für möglich gehalten hätte. Ihre These: Das weltweit beliebte und bekannte Gericht „Curry“ ist rassistisch und sollte aus der Sprache entfernt werden.

Die Begründung liefert die Bloggerin, die unter dem Namen „rooted in spice“ zu finden ist, gleich mit: Das Wort „Curry“, das eigentlich immer als indisch eingeordnet wird, ist von Weißen erfunden worden, die zu faul waren, sich den Namen von verschiedenen indischen Gerichten zu merken und deswegen mehr oder weniger alle indischen Gerichte als „Curry“ bezeichnen.

Konkret erzählt die Bloggerin, die mit echtem Namen Chaheti Bansal heißt, in dem Instagram-Video: Der Begriff wurde von Weißen populär gemacht, die sich nicht die Mühe machen konnten, die tatsächlichen Namen unserer Gerichte zu lernen. Ihre Forderung daher: Man solle sich den Begriff abgewöhnen und sämtliche Gerichte aus der südasiatischen Küche mit dem ursprünglichen Namen anreden, wie etwa das indische Gericht „Gatte Dough“, welches sie in dem Video zubereitet.

Ganz Unrecht hat Bansal zumindest nicht, denn tatsächlich ist das Wort „Curry“ wohl eine westliche Erfindung. Wenn man nach der Wortbedeutung sucht, findet man hinweise darauf, das der Begriff von den Briten während der Kolonialzeit geprägt wurde, die aus dem tamilischen Wort „Kari“ (deutsch: „geschwärzt“ oder „Beilage“) das Wort „Curry“ machten.

Bansal entfachte im Internet mit dem Video eine Welle der Empörung und relativierte daraufhin im Interview mit „NBC Asian America“ ihre Aussagen. Sie wolle den Begriff nicht zwangsläufig aus dem Sprachgebraucht streichen, jedoch will sie sich dafür einsetzen, dass sich die Menschen mehr mit der Vielfalt der südasiatischen Gerichte auseinandersetzten, anstatt einfach grundlegend alles als „Curry“ abzustempeln.

nt

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