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Mit Nacktbildern: Dänin will kein Opfer mehr sein

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Selbstbewusst postete Emma Holten nun nackt um sich aus der Opferrolle zu befreien.

Plötzlich war sie ein Sexobjekt für Männer in der ganzen Welt - gegen ihren Willen! Ein Unbekannter hackte den Facebook- und E-Mail-Account von Emma Holten. Mit Nacktbildern wehrt sie sich nun.

Es ist ein Albtraum für alle Frauen und die dänische Journalistin Emma Holten erlebte ihn. Auf unzähligen Pornoseiten im Netz tauchten 2011 plötzlich Nacktbilder von ihr auf.

Und das gegen ihren Willen, denn die privaten Aufnahmen wurden ihr gestohlen von einem Hacker. Eine Zustimmung zur Veröffentlichung gab sie nie. Auf einigen Aufnahmen war sie sogar erst 17. Sie fühlte Scham und Wut.

Doch nicht nur die Bilder wurden von Hunderttausenden von Männern weltweit angeklickt, auch die Namen ihrer Eltern, ihrer Geschwister und ihres Arbeitgebers wurden vom Hacker veröffentlicht. Sowie ihre E-Mail-Adresse.

Sie bekam Nachrichten von pubertierenden Jungs, Studenten und Familienvätern, die sich an ihrer erhofften Machtposition über sie erregten. "Die meisten Männer wussten, dass die Fotos gegen meinen Willen veröffentlicht wurden. Und die Demütigung war Teil ihrer Erregung", klagt Holten in einem Video für "The Guardian" an.

Einige der Porno-Konsumenten erpressten sie sogar in den E-Mails: "Wissen deine Eltern, was du eine Schlampe bist?" sowie "Schick mir mehr Fotos oder ich sende deinem Chef ein Bild", musste sie unter anderem lesen.

Nun beschloss Emma Holten von einem Lustobjekt wieder zu einem Subjekt zu werden und machte mit der dänischen Fotografin Cecilie Bødker Jensen in ihrer eigenen Wohnung ästhetische Aktfotos. Auch diese Bilder werden sich im Netz verbreiten, aber diesmal mit ihrer Einwilligung! Emma Holten hat sich damit aus der Opferrolle befreit.

Im September 2014 wurden die Fotos im Magazin "Friktion" und auf huffingtonpost.com veröffentlicht.

Jetzt griff das Magazin Elle die Geschichte auf, um auf das Thema "Rachepornos" aufmerksam zu machen. Nach einer Trennung laden gekränkte Männer immer häufiger Nacktfotos oder intime Videos ihrer ehemaligen Partnerin auf Pornoseiten hoch, um ihren eigenen Stolz wiederherzustellen und die Ex zu demütigen. Damit missbrauchen sie das Vertrauen, das zuvor mal in der Beziehung bestand.

Opfer von Hacker-Angriffen wurden 2014 auch bekannte Hollywood-Stars wie Jennifer Lawrence. Pikante Fotos tauchten im Netz auf. Die davon betroffene Schauspielerin Jennifer Lawrence nannte es "sexuellen Missbrauch".

Hier sehen Sie das Video mit Emma Holten:

mg/ro24

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