Brite: "Meine Frau brach zusammen, meine Eltern weinten"

Covid-19-Patient hat 15 Minuten um sich von seinen Liebsten zu verabschieden

Wolverhampton - Wie erklärt man seiner Familie und Freunden, dass dies der letzte Anruf sein könnte, den sie jemals erhalten werden? Dieser schrecklichen Frage sah sich auch Covid-19-Patient Darren Buttrick gegenüber stehen. 

Am 14. März wurde der 48-jährige Darren Buttrick in einer Klinik in Wolverhampton positiv auf das Coronavirus getestet, berichtet expressandstar.com. Nachdem er wieder nach Hause geschickt wurde, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand von Tag zu Tag, bis er schließlich am 20. März wieder in das New Cross Hospital verlegt wurde. „In der Klinik gab es 54 Intensivbetten für Covid-19-Patienten. Eines davon war meines.“


Atemprobleme und Fieber

In einem Facebook-Post teilt der dreifache Vater seine schreckliche Erfahrung. Darren litt unter schweren Atemproblemen und kämpfte mit hohem Fieber, eine Vorerkrankung hatte der 48-Jährige nicht. 


Und plötzlich ging alles ganz schnell: Eine Krankenschwester erklärte ihm, dass er ins künstliche Koma versetzt und an eine Atemmaschine angeschlossen werde. Seine Überlebenschance würde bei 50 Prozent liegen. Er habe jetzt noch 15 Minuten Zeit, um sich von seinen Liebsten zu verabschieden - möglicherweise seine letzten Anrufe. 

Darren: "Hörte meine Eltern weinen"

Gegenüber skynews.com erzählt Darren, dass er Probleme hatte, überhaupt die entsprechenden Nummern zu wählen. "Es war einfach furchtbar, das zu erklären". Unter Tränen musste er seiner Frau Angela, seinen drei Töchtern (15 und 13 Jahre alt), seinen Eltern, seinen Geschwistern und Freunden am Telefon sagen, dass dies der letzte Anruf sein könnte.

Seine Frau sei sofort zusammengebrochen, er habe seine Eltern weinen hören. Darren bangte um sein Leben, kurz bevor er ins künstliche Koma versetzt wurde flehte er die Ärzte an, ihn wieder zurückzuholen. Eine Krankenschwester soll ihm noch versprochen haben:"Wir werden alles tun, um dich zu retten".

Vater wieder genesen: "Wir können das Virus besiegen"

Und tatsächlich, Darren überlebte: "Ich war einer der Glücklichen". Neben ihm und gegenüber von ihm seien viele Menschen verstorben. "Es war schrecklich. Ich muss weinen, wenn ich daran denke." Die Bilder werden ihn wohl immer begleiten. 

Mittlerweile ist der Vater wieder zu Hause bei seinen Liebsten. Nachdem er voll genesen war, kehrte er noch einmal in das Krankenhaus zurück. "Ich will etwas zurückgeben". Darren spendete im Kampf gegen das Covid-19 sein Blutplasma. "Wir können das Virus besiegen." Außerdem fordert er andere auf, sich an die strengen Maßnahmen zu halten. 

mz

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