Engländerin ruinierte Leben ihrer Lehrerin

Zerstörerische Hochstaplerin (22) täuschte auch ihre Familie

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Solche Bilder hat die heute 22-jährige Elisa Bianco auf Facebook hochgeladen.
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  • Heinz Seutter
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Britische Medien, unter anderem die Daily Mail berichten derzeit von einer unglaublichen Geschichte. Durch ein perfides Geflecht von Lügen und Manipulationen ruinierte eine 16-Jährige das Leben ihrer Lehrerin.

UPDATE, 12.35:

Wie "Daily Mail" und "The Sun" berichten, täuschte Elisa Bianco auch ihre eigene Schwester Katie über ihren angeblich bevorstehenden Tod. Auf keinen Fall sollte sie etwas ihrem Vater verraten, so berichtete Elisas' Schwester später.

Sie wurde auch auf ein Fest eingeladen, das Elisa als ihre "letzte Party" feierte. Die Stimmung dort war laut der Schilderungen der Schwester naturgemäß trüb. Elisas Freundinnen weinten ständig, die Schwester selbst brachte ihr ihre Lieblingskekse mit. "Ich meine, was schenkt man jemandem, der todkrank ist?", erzählte Katie den Medien.

Das Leben von Sally Retallack (Mitte) wurde durch ihre Schülerin Elisa (nicht im Bild!) ruiniert.

Die Hochstaplerin selbst lief in einem Engelskostüm herum, da sie, wie sie ihren Gästen erklärte, bald im Himmel sein würde.

Erstmeldung:

"Ich sagte ihm: 'Tut mir leid, Sie sind an den Falschen geraten", erinnerte sich Elisa Biancos Vater in einem Gespräch mit der Daily Mail an seine erste Reaktion als ihn 2009 ein Anruf erreichte, der sein Leben verändern sollte. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, was seine Tochter getan haben sollte. Der Anruf, den Leo Bianco nicht fassen konnte, kam von Ralph Retallack und die Geschichte, die er zu erzählen hatte, klang auch erst einmal vollkommen unglaublich. 

Sie wollte helfen

Die damals 16-jährige Elisa Bianco hatte die Aufmerksamkeit von Ralph Retallacks Frau Sally auf sich gezogen, als sie berichtete, sie habe Nierenkrebs im Endstadium, nur noch drei Monate zu leben. Außerdem seien ihre Mutter und ihr Stiefvater Alkoholiker, die sie miserabel behandelten.

Wer würde bei einem solchen Hilfeschrei nicht helfen wollen? Sally Retallack begann daraufhin, ihr gesamtes Leben in den Dienst der Hilfe für dieses scheinbar so hart vom Leben getroffene Mädchen zu stellen. Sie nahm Elisa bei sich auf und die gesamte Familie widmete sich fortan der Hilfe für das Mädchen, was mehrere tausend Euro kostete und sogar die 83-jährige gebrechliche Oma half mit. Sally Retallacks Ehe ging in dieser Zeit in die Brüche, als Elisa immer mehr einen Keil zwischen sie und ihren Mann trieb. 

Netz aus Täuschungen

In dieser schweren Zeit lernte Sally einen Online-Kontakt namens "John" kennen und verliebte sich in ihn. Doch bevor sie sich treffen konnten, starb "John" an Krebs. Das Leben der Frau geriet in eine tiefe Krise, sie sparte ihr letztes Geld um dem scheinbar todkranken Mädchen, das inzwischen durch sein Verhalten ihre gesamte Familie gegen sich aufgebracht hatte, zumindest einen Platz in einem Studentenwohnheim zu ermöglichen.

In all dieser Zeit jedoch hegte ihr Mann Ralph, wie auch die restliche Familie, immer mehr einen Verdacht, doch niemand wollte eine Krebsdiagnose in Frage stellen! Schließlich flog am Ende alles auf, als Sally eines Tages ohne Elisa in die Krebsklinik, zu der sie das Mädchen ständig gefahren hatte ging. Dort hatte man noch nie von einer Patientin mit ihrem Namen gehört. Statt in einem Behandlungszimmer saß das Mädchen im Café!

Alle stehen vor einem Trümmerhaufen

Solche Bilder hat die heute 22-jährige Elisa Bianco auf Facebook hochgeladen.

Nach und nach wurde immer mehr bekannt, auf welche perfide Weise die 16-Jährige ihr Umfeld täuschte. Um etwa den mit einer Chemo-Therapie einhergehenden Haarausfall vorzutäuschen, hatte sie einige ihrer Haare an den Wurzeln abgeschnitten. Doch nicht nur ihre Krebs-Symptome waren falsch, auch "John", Sallys Online-Kontakt, dessen Verlust sie so mitgenommen hatte, war eine Kreation von Elisa! Die mitgenommene Frau stand vor dem Trümmerhaufen ihres Lebens. 

Im Prozess gegen Elisa, in dem die inzwischen 22-Jährige zu zwei Jahren und acht Monaten Haft wegen Stalking und anderen Delikten verurteilt wurde, schüttete die Lehrerin vor einem fassungslosen Richter ihr Herz aus: „Ich liebte es einfach, junge Leute zu unterstützen. Jetzt habe ich keine Karriere, keinen Job, keinen Ehemann, kein Ego. Festzustellen, dass alles der Betrug eines jungen Mädchens war, war erschütternd und beschämend. Da fehlen mir die Worte.“, so zitiert die Daily Mail sie. Die Frau ist inzwischen nach Frankreich ausgewandert um sich dort ein neues Leben aufzubauen.

Im Gespräch mit der Daily Mail erinnerte sich Elisas Vater, das sein Kind schon früher zu solchem Verhalten neigte. "Wenn sie wusste, das jemand krank war, hatte sie irgendwie die selbe Krankheit. Sie hatte verstanden, was die Symptome sind und auf einmal hatte sie dasselbe!" Auch Leo Bianco ist fassungslos: "Sie ist so ein süßes Mädchen um ehrlich zu sein. Ihre Lügen wurden immer größer und größer und größer, je mehr sie sie erzählte." Trotzdem hat auch er kein Mitleid: "Es gibt keinen Zweifel, was sie getan hat ist schrecklich!", seine Tochter habe ihre Strafe vollkommen verdient.

Quelle:  Daily Mail /The Sun

hs

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