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Profildiebin: Acht Jahre lang Fake-Accounts?

London - Es klingt wie der Stoff für einen neuen kinoreifen Agenten-Streifen! Eine Frau besitzt mehrere Identitäten - nur sind diese nicht frei erfunden, sondern dreist gestohlen:

Eine Person, mehrere Identitäten - jedoch keine frei erfundenen, sondern dreist gestohlene! Es klingt wie ein ausgeklügeltes Drehbuch für einen Psychothriller, was man derzeit auf dem Onlineportal vice.com zu lesen bekommt! Eine unbekannte Person, wahrscheinlich weiblich und internetaffin, bastelt sich eine neue Identität aus dem Leben einer anderen Frau.

Möglich ist ihr das durch das Social Web: Bei Twitter & Co. lädt sie sich Fotos von der direkt betroffenen Autorin und ihrer Freundin Chia runter und erstellt sich mit diesen eigene Accounts - insgesamt soll es sich um über 60 solcher Fake-Profile handeln, die seit rund acht Jahren existieren und kontinuierlich aktualisiert werden.

Die Autorin berichtet über ihre Versuche, Kontakt mit der Profildiebin aufzunehmen. Diese sollen sogar von Erfolg gekrönt gewesen sein, zumindest kurzfristig: Die Unbekannte beteuerte des Öfteren, wie leid ihre Aktionen ihr täten und versprach, die Fake-Profile zu löschen. Passiert ist das jedenfalls nie.

Nach der Veröffentlichung ihrer skurrilen Geschichte bekam die Autorin eine Nachricht von einem Mann, der auf die falsche Identität hereingefallen war - sage und schreibe zwei Jahre (!) hat er nächtelang mit der falschen Chia telefoniert!

Rechtlich gesehen ist die Verwendung der fremden Fotos eine Verletzung der Privatsphäre. Für die Betroffenen ist er ein Kampf gegen Windmühlen: Wurden die Fake-Accounts von den Betreibern der sozialen Netzwerke gelöscht, tauchten bald darauf neue auf. Und mittlerweile sollte jeder wissen: Sind Fotos einmal im Netz, bleiben sie dort auch erstmal.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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