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Covid-19-Betrug in den USA

Influencerin finanziert mit geklauter Identität und erschlichenen Corona-Hilfen ihren Luxus-Lifestyle

Die Influencerin Danielle M. aus Miami soll sich für ihren luxuriösen Lebensstil Corona-Hilfen mit gestohlenen Identitäten erschlichen haben.
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Die Influencerin Danielle M. aus Miami soll sich für ihren luxuriösen Lebensstil Corona-Hilfen mit gestohlenen Identitäten erschlichen haben.

Die Corona-Pandemie mit den notwendigen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung stürzte viele Menschen in existenzielle Notsituationen. Für moralisch flexible Personen ergaben sich Chancen, mit Betrug einen Vorteil zu erschleichen. Eine Influencerin aus dem US-Staat Florida finanzierte sich mit Lügen und Corona-Hilfen ihren Instagram-Luxus-Lifestyle.

Florida - Medienberichten zufolge wurde Danielle M., eine Instagram-Influencerin aus Florida, Mitte Mai festgenommen. Der Vorwurf: Sie soll durch Betrug an Corona-Hilfen gelangt sein. Besonders kritisch ist dabei, dass sie diese nicht nur durch Angabe falscher Daten erlangt hat, sondern sogar handfesten Identitätsdiebstahl begangen haben soll.

Danielle M. aus Miami inszeniert sich auf ihrem Instagram Account gerne als Liebhaberin des luxuriösen Lifestyles. Teure Hotels, modische Kleidung und dicke Karren sind der Standard. Doch wie sie sich diesen Luxus leisten konnte, dürfte sie nun in Erklärungsnot bringen. Damit zu tun hat eine Person aus Massachusetts, deren Daten Danielle ohne deren Wissen zuerst geklaut und dann zur Erschleichung von Corona-Hilfen verwendet haben soll.

Aus der Online-Datenbank der Fahrzeugregistrierung im Staat Massachusetts soll sie die persönlichen Daten geklaut haben. Mit diesen Daten soll sie dann Identitätsdiebstahl begangen und unter falschem Namen ein Bankkonto eröffnet haben, das sie für einen Economic Injury Disaster loan (EIDL), einen Corona-Hilfskredit, eintrug. Wie Independent aus England schreibt, soll Danielle so bereits im August 2020 rund 102.000 Dollar bekommen haben.

Mit Geld für von Corona-Maßnahmen betroffene Betriebe ins Luxusleben

Von dieser Finanzspritze, die eigentlich für die von der Pandemie schwer getroffenen Betriebe gedacht war, zahlte die Influencerin nach eigenen Angaben einen 2390 Dollar teuren Flug von Florida nach Kalifornien. Dabei benutzte sie einen gefälschten Führerschein mit dem Namen des Opfers ihres Diebstahls, aber mit ihrem eigenen Foto.

Wie die Ermittler mitteilten, soll die Influencerin auch diverse Zahlungen im Namen des Opfers ausgeführt haben. Darunter waren auch Aufenthalte in Luxus-Hotels. Während an anderer Stelle also finanziell hart getroffene US-Bürger auf ihre Corona-Hilfen warteten, posierte Danielle M. vor einem Rolls-Royce und sonnte sich im Social-Media-Ruhm - bezahlt von erschlichenen Hilfsgeldern.

Dass sie die Bilder ihrer luxuriösen Eskapaden online postete, dürfte Danielle M. nun zum Verhängnis werden. Sie taggte nämlich die Hotels, in denen sie sich aufhielt, gewissenhaft, was die Arbeit der Ermittler erleichterte. Die Zahlung, die das Hotel für ihren Aufenthalt erhielt, kam von dem Bankkonto, das unter falschem Namen erstellt wurde.

Influencerin bewirbt sich für bis zu 900.000 Dollar Corona-Hilfen unter mehreren falschen Namen

Weiter heißt es, dass die Influencerin sich mit weiteren, auf ähnliche Art erstellte Konten für bis zu 900.000 Euro an Corona-Hilfen beworben haben soll. Auch hier soll sie sich aus der Datenbank der Fahrzeugregistrierung bedient haben. Der Zugriff soll von derselben IP-Adresse wie bei dem eingangs erwähnten Betrug erfolgt sein.

Sollte Danielle M. verurteilt werden, stehen ihr bis zu 20 Jahre Gefängnisstrafe mit drei Jahren Entlassung unter Führungsaufsicht und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar bevor.

mda

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