Fehlersuche

"GTA Online": Rockstar Games zahlt für die Lösung eines Bugs 10.000 Dollar

+
"GTA Online" ist die Multiplayervariante von "Grand Theft Auto V".
  • schließen

Kein Spiel ist perfekt und schon recht nicht fehlerfrei. Damit die Bugs aber nicht den Spielspaß verderben, zahlt Rockstar nun tausende Dollar für einen bestimmten Fehler.

Cheater sind nicht gern gesehen, vor allem in Multiplayer-Spielen sind sie verpönt. Deshalb setzen viele Entwickler Anti-Cheat-Systeme ein. So auch Rockstar Games in seinem beliebten Onlineableger von "Grand Theft Auto V" (GTA). Doch einige vermeintliche Cheater fühlen sich zu Unrecht gebannt.

"GTA Online": 10.000 Dollar für einen Fehler im Anti-Cheat-System

Die gesperrten Spieler würden sich beschweren, dass sie nicht betrogen haben, stattdessen würden sie legale visuelle Overlays - zum Beispiel zur Anzeige der Framerate - oder Integrationen für den Voice-Chat verwenden. Auch gebe es laut Rockstar Games Beschwerden, dass Modder ungefragt Geld an einen gesperrten Spieler verschenkt hätten.

Diese Beschwerden nehme des Entwicklerstudio ernst, habe aber auch nach intensiver Suche keinen Fehler im Anti-Cheat-System gefunden, erklären die Entwickler auf der Bug-Bounty-Seite Hackerone. Anfang Oktober hat Rockstar Games nun 10.000 Dollar Belohnung ausgesetzt, wenn jemand einwandfrei belegen kann, dass das Anti-Cheat-System von "GTA Online" einen Spieler zu Unrecht gesperrt hat.

Mehr lesen: "Red Dead Redemption 2" - Erste Mod für die PC-Version verbessert nochmals die Grafik.

"GTA Online": Strenge Regeln für Bug-Jäger

Wer sich auf die Suche nach dem Fehler begeben will, muss allerdings strengen Regeln folgen. So darf nur mit dem eigenen "Rockstar Games Social Club"-Konto gearbeitet werden. Dieses muss zuvor für das Bug-Bounty-Programm registriert werden.

Zudem muss eine originale, nicht veränderte Version von "Grand Theft Auto V" für den PC verwendet werden. Außerdem darf die Sperrung eines Spielers nicht darauf zurückzuführen sein, dass absichtlich das Spiel oder der Testaccount manipuliert wurden.

Auf dem PC, der zum Finden des Fehlers verwendet wird, darf kein eigener Code ausgeführt sowie Software eingesetzt werden, deren Herkunft und Zweck Rockstar Games nicht erkennen kann. Weitere Einschränkungen sind:

  • keine Mods oder Software, die unfaire Vorteile in Videospielen ermöglichen
  • Debugger, Disassembler, Echtzeit-Memory-Editoren oder ähnliches

Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die Suche nach dem Bug das Spielerlebnis anderer Gamer nicht negativ beeinflusst. Die letzte Regel lautet, dass Rockstar Games unabhängig alle Schritte nachstellen und die vermeintlich falsche Sperre eines Accounts nachvollziehen kann.

Ebenfalls spannend: Cowboys, Tiere und neues von Kojima: Diese Spiele erscheinen im November.

Rockstar Games weitet Bounty-Programm auf "Red Dead Redemption 2" aus

Bislang zahlte Rockstar Games für gefundene Sicherheitslücken in "GTA Online". Nun werden Funde auch in anderen Spielen des Entwicklerstudios belohnt. Folgende Games und Apps sind nun im Bounty-Programm enthalten:

  • "Grand Theft Auto V" und "Grand Theft Auto Online" auf den Plattformen: Playstation4, Xbox One und PC
  • "Red Dead Redemption 2" und "Red Dead Online" auf den Plattformen: Playstation4, Xbox One und PC
  • "Red Dead Redemption 2 Companion App"
  • "iFruit Mobile App"

Auch interessant: Diese drei Tipps erleichtern den Einstieg in "Death Stranding".

anb

Vom Triple-A-Titel bis zur Indie-Perle: Das sind die Spiele des Jahres 2019

Zurück zur Übersicht: Games

Kommentare