Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Host-Apokalyptisch

Twitch entfernt Host Mode – Streamer Gronkh stellt sich gegen die Plattform

Die Streaming-Plattform Twitch streicht eines seiner bekanntesten Features, den Host Mode. Jetzt erklären Streamer wie Gronkh, warum dies ein herber Verlust ist.

Braunschweig – Im Twitch-Hauptquartier wird wohl derzeit Chaos herrschen. Am 6. September gab das Unternehmen von Amazon bekannt, dass das beliebte Hosting-Feature demnächst gelöscht wird. Das Feature erlaubt es Streamern andere Livestreams auf ihrem Kanal zu zeigen, solange sie offline sind. Diese Entscheidung finden etliche Twitch-Streamer gar nicht gut und überfluten die Streaming-Plattform mit empörten Kommentaren und Tweets. Auch Erik „Gronkh“ Range wettert auf Twitter gegen die geplante Löschung des Hosting-Features und will, dass Streamer mehr Entscheidungsgewalt bekommen sollten.

Vollständiger NameErik Range
Bekannt alsGronkh
Geburtsdatum10. April 1977
GeburtsortBraunschweig
Follower auf Twitch1,5 Millionen (Stand September 2022)
Follower auf YouTube4,92 Millionen (Stand September 2022)

Twitch: Hosting-Feature wird gelöscht – Das sind die Gründe der Plattform

Was ist passiert? Am 6. September gab es ein Update auf der Webseite von Twitch. Im FAQ sind neue Punkte aufgetaucht, die die Entfernung des Hosting-Features ankündigen. Bereits am 3. Oktober 2022 wird der „/host“ Kanal-Command und der „Host Channel“ Stream-Manager nicht länger verfügbar sein. Dafür wird die Einstellung „Autohost“ durch „Vorgeschlagene Kanäle“ ersetzt, sodass sich trotzdem weiterhin Livestreams zeigen lassen, während man offline ist – nur eben nicht die, die man sich aussucht.

@ingame.de Twitch entfernt die Host-Funktion ❌ #fy #fyp #twitch #gronkh #fürdich #fürdichseite #ingame #4u ♬ Originalton - ingame

Der Grund: Twitch meint, dass das Feature in 2014 eingeführt wurde, um Streamern eine neue Möglichkeit zu geben, ihre Reichweite mit Kollegen und Kolleginnen zu teilen. Jedoch wird es nun entfernt, da der Host-Mode die Interaktion zwischen gehostetem Streamer und Zuschauer behindere. Auf der offiziellen Webseite gibt Twitch diese Erklärung für die Entfernung des Hosting-Features.

„Wir haben die Entscheidung getroffen, das Feature zu entfernen, weil das Erlebnis, das es den Zuschauern liefert, nicht mit ihren Erwartungen übereinstimmt, wenn sie zu Twitch kommen. Zuschauer wollen mit einem Streamer interagieren, wenn er live ist und Host Mode verhindert genau das. Zuschauer davon abzuhalten, mit dem Streamer zu interagieren, den sie gerade schauen, limitiert außerdem das Wachstumspotenzial, da sie nicht in der Lage sind, bedeutsame Verbindungen mit den neuen Zuschauern aufzubauen.“

Twitch

Raids bleiben: Während Hosting zwar eine beliebte Möglichkeit war, seine Reichweite zu teilen, sind Raids noch weitaus beliebter. Dieses Feature erlaubt Streamern beim Beenden ihres Livestreams die Zuschauer zu einem anderen Kanal zu schicken. Dadurch können verrückte Situationen entstehen, wenn ein Streamer eben mal von tausenden Zuschauern überrannt wird. Erst neulich gab es einen neuen Zuschauer-Rekord von 3,3 Millionen auf Twitch – mit denen einen unwissenden Streamer zu raiden, wäre extrem verrückt.

Twitch will beliebtes Feature löschen – Gronkh erklärt, warum sich alle Streamer aufregen

Gronkh erklärt, warum das so schlimm ist: Die Entscheidung von Twitch stößt auf so ziemlich gar keine Befürworter. Allein auf Twitter kritisieren unzählige Tweets die Löschung des Hosting-Features. Auch das deutsche Twitch-Urgestein Gronkh ist fassungslos und erklärt, warum der Host-Mode für ihn eine große Bereicherung war. Durch das Hosting können Streamer gezielt ihre Reichweite mit einem anderen Kanal teilen. Ob das ein Zweitkanal ist – wie im Fall von Gronkh – spielt dabei keine Rolle. „Ich hab inzwischen zig Channel, denen ich folge und teils auch gesubbt habe, die ich nur durch Hostings entdeckt habe“, schreibt Range auf Twitter.

So sieht das Hosting-Feature von Twitch auf dem Kanal von Gronkh aus

Lass das doch halt die Streamer entscheiden“, verlangt der Star-Streamer und fügt an: „oder gib Channel die Möglichkeit nicht gehostet werden zu wollen“. Die zweite Option hält Gronkh jedoch für überflüssig, da das Feature so gut sei, dass sich eh jeder dafür entscheiden würde, es aktiviert zu lassen. Dass Raids bleiben sei zwar eine gute Sache, jedoch meint Gronkh, dass seine Fans oft am Ende seiner Streams schlafen, sodass ein Raid nur selten den gewünschten Effekt erzielen.

Andere Streamer äußern sich: Der ganzen Streaming-Welt scheint Twitchs Entscheidung, das Hosting-Feature zu entfernen, ein Dorn im Auge zu sein. Fans und Streamer kritisieren die Änderung auf Twitter und fragen nach dem Sinn. Einige Streamer beschweren sich darüber, dass Twitch aktiv daran gearbeitet habe, das Feature so schlecht wie möglich zu machen. Twitch habe die Benachrichtigungen für das Channel-Hosting entfernt, sodass Fans nicht der Lage gewesen sein sollen, sich die gehosteten Channels anzusehen. 

Twitch löscht Hosting-Feature – Gronkh erklärt, wie schlimm das wirklich ist

Positive Stimmen: Dass der Host-Mode durch vorgeschlagene Kanäle ersetzt wird, ist für einige Involvierte eine gute Möglichkeit, um neue Channels kennenzulernen, von denen vermutlich nicht ein mal der Streamer wusste. Jedoch hätte eine Erweiterung des Hosting-Features den gleichen Effekt erzielt, ohne etliche Twitch-Nutzer dabei unglücklich zu machen. Die Plattform enttäuscht ihre Nutzer immer mal wieder mit merkwürdig durchgesetzten Regeln und fragwürdigen Entscheidungen – nur einige der Gründe, warum Streamer von Twitch zu YouTube flüchten.

Rubriklistenbild: © Imago/Twitch (Motage)

Kommentare