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Ungewöhnlicher Überlebenskampf in Göttingen

Gewaltiger Wels erstickt an Schildkröte - beide Tiere tot

Eine Rotwangenschildkröte steckt im Maul eines riesigen, toten Wels am Ufer eines Göttinger Kiessees.
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Eine Rotwangenschildkröte steckt im Maul eines riesigen, toten Wels am Ufer eines Göttinger Kiessees.

Dieser tierische Überlebenskampf im Göttinger Kiessee endete für beide Kontrahenten tödlich. Den Versuch eine Rotwangenschildkröte zu fressen, bezahlte ein riesiger Wels mit seinem Leben - auch das Kriechtier starb.

Göttingen - Paddler und Angler haben am Mittwoch (23. Juni) einen über 1,50 Meter großen Wels an Land gezogen, der sich an einer Schildkröte verschluckt hatte. Das gepanzerte Tier ragte zum Teil noch aus dem Maul des Raubfisches. Während das Reptil bereits nicht mehr lebte, zuckte der Wels noch. Eine Frau versuchte noch vergeblich, die Schildkröte aus dem mächtigen Schlund des Welses zu ziehen. Am Ende erlösten Angler mit einem gezielten Schlag auf den Kopf das leidende Tier.

„Er war aber nicht mehr zu retten und hätte nicht überlebt“, sagte Marc Stemmwedel vom Sportangelklub Göttingen e.V.. Die Schildkröte, dessen Hinterbeine aus dem Maul hingen, habe sich im Todeskampf in den Kiemen des Fisches verbissen und sei kurz darauf erstickt.

Mächtiges Tier: 1,75 Meter lang und 32 Kilogramm schwer

Der Wels aus dem Göttinger Kiessee war 1,75 Meter lang und 32 Kilogramm schwer.

Der 32 Kilogramm schwere Wels sei einer „vernünftigen Verwertung“ zugeführt worden und nicht im Mülleimer gelandet, versicherte Stemmwedel. Welse werden als Speisefische geschätzt. Was mit der Rotwangenschildkröte passierte, ist unklar. Vor 20 Jahren wurde diese Schildkröten-Art am Göttinger Kiessee ausgesetzt.

Thorsten Bierfreund, Vorsitzender des Sportangelklubs Göttingen, erklärte gegenüber bild.de, dass im Kiessee seit einiger Zeit ein „Futterfisch-Mangel“ herrsche. Das liege unter anderem an den Kormoranen, die sich in diesem Gewässer bedienen. Da die größten Süßwasserfische Europas bei der Nahrung nicht wählerisch und Allesfresser seien, sei die Attacke auf die Schildkröte nicht verwunderlich.

mz/dpa

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