Rosenheim, Ebersberg, Chiemsee

Achtung Spuk: Die gruseligsten Geistererscheinungen der Region

Spuk Rosenheim
+
In diesem Haus in Rosenheim soll es spuken.

Rosenheim/ Ebersberg/ Chiemsee - Die einen schwören auf ihre Authentizität, die anderen sagen, es wäre nichts als Erfindung: Spukgeschichten gibt es schon immer und genauso lange spalten sie bereits die Lager. Ob man nun daran glaubt oder nicht, manche echten Spukfälle gehen gehörig unter die Haut. Auch hier in der Region gibt es vereinzelte Beispiele von übernatürlichen Erscheinungen.

1. Der Spuk von Rosenheim

Im Herbst 1967 wurde die Anwaltskanzlei Adam in der Königsstraße in Rosenheim heimgesucht. Der Fall gilt als einer der am besten dokumentierten und untersuchten übernatürlichen Fälle und erlangte internationalen Ruhm. Zunächst gingen Lichter einfach aus, Kunden und Mitarbeiter hörten immer wieder Knallgeräusche, Geräte gingen einfach an und das Telefon rief bis zu 50 Mal am Tag die Zeitansage an, ohne das jemand es bediente.

Weil der Betrieb der Kanzlei so nicht mehr möglich war, wurde das Prüfamt mit einer Untersuchung beauftragt. Stromschreiber zeichneten Störungen auf, ein technischer Fehler war naheliegend. Zumindest bis die Bilder in der Kanzlei begannen, sich zu drehen, Lampen explodierten und Schubladen auf und zu gingen, ohne dass jemand sie berührte.

Bei psychologischen Untersuchungen stellte Hans Bender, der die Untersuchung leitete fest, dass die Vorkommnisse immer dann stattfanden, wenn die Auszubildende Annemarie im Raum war. Sie wies Symptome auf, die sich seiner Erfahrung nach mit Personen deckten, die einem Spuk ausgesetzt waren. Sie habe durch Psychokinese für die Erscheinungen gesorgt. Als Annelise kündigte, hörte auch der Spuk auf.

Kritiker hingegen betrachten die metaphysische Untersuchung als unprofessionell und vermuteten, dass Annelise selbst durch Manipulationen den Spuk vorgetäuscht hatte. Zauberkünstler fanden dafür Anhaltspunkte in der Kanzlei.

2. Die weiße Frau vom Ebersberger Forst

Auch im Nachbarlandkreis Ebersberg soll es spuken, und das sogar bis heute. Denn dort geht im Ebersberger Forst angeblich die weiße Frau um. Geisterjäger aus der Gegend legen sich regelmäßig nachts an der Staatsstraße 2080 auf die Lauer. Auf YouTube findet man zahlreiche Videos mit angeblichen Beweisaufnahmen für ihre Existenz. Doch wer ist die weiße Frau, die nachts Autofahrern erscheint?

Da gibt es verschiedene Versionen. Eine besagt, sie sei eine Mutter mit zwei Kindern, die bei einem Unfall nahe der Hubertuskapelle an der Straße verstorben sei, andere wollen eine Radfahrerin gesehen haben. So oder so sei sie nun auf der Suche nach dem Unfallverursacher, durch den sie ihr Leben verlor. Der soll geflüchtet sein und sie zurückgelassen haben.

Nun sollen Autofahrer, die allein und schnell im Forst unterwegs sind, eine Anhalterin nahe der Kapelle sehen. Der Legende nach wird jeder, der sie mitnimmt, verschont. Wehe aber denen, die einfach weiter fahren. Denn bei denen taucht sie plötzlich auf dem Rücksitz auf und greift ins Lenkrad, was zu vielen tödlichen Unfällen geführt haben soll. Über die weiße Frau gibt es sogar eine Web-Show auf Amazon.

3. Der Spuk am Chiemsee

Auf der Fraueninsel geistert eine Seele an jedem ersten Vollmond im Oktober in der Torhalle des Klosters herum, sagt man. Zu sehen bekommt man sie zwar nicht, aber immer wieder berichteten Zeugen von Schluchzern und Seufzern, die einem unter die Haut gehen.

Dahinter soll  Katharina Dallhuber stecken, die vor 150 Jahren Schülerin im Kloster war. Sie war nach der Gartenarbeit auf der Krautinsel geblieben, weil sie nicht rechtzeitig zur Abfahrt fertig wurde, als ein Gewitter aufzog. Katharina versteckte sich im Gartenhaus, nicht ahnend, dass auch der Fischer Josef Altinger auf der Insel Schutz vor dem Sturm suchte. In dem Schuppen trafen die beiden aufeinander und es wurde gemunkelt, dass sie sich hier recht nahekamen. Die 17-jährige Katharina soll sich jedenfalls schrecklich in den verheirateten Mann verliebt haben.

Erst einige Zeit später trafen die beiden sich wieder, in der Torhalle des Klosters und bald wurden daraus regelmäßige Rendez-Vous. Wie es immer kommt, in solchen Geschichten, wurde Klosterschülerin Katharina schwanger und die Affäre flog auf. So erfuhr das Mädchen schließlich auch, dass ihr Angebeteter, der sich inzwischen nicht mehr blicken ließ, bereits verheiratet war. Katharina schrieb noch einen Brief an Josef und stürzte sich dann vom Turm - um Mitternacht, bei Vollmond. Josef selbst geriet in Verdacht, konnte sich aber vor dem Gesetz retten, da er in dieser Nacht bei einer Bauerndirn in Prien gewesen war. Seitdem soll Katharina das Kloster heimsuchen und wehklagen.

jv

Kommentare