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Er war stark betrunken auf einem E-Scooter unterwegs

„About You“-Gründer erlebt teuren Reinfall vor Gericht und kassiert Megastrafe

Tarek Müller
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Tarek Müller, Unternehmer

Tarek Müller (33) wurde nach einer betrunkenen Fahrt mit dem Elektroroller zu 1500 Euro Strafe verurteilt. Er hat dagegen Berufung eingelegt. Doch dieser Schuss ging nun gewaltig nach hinten los:

Hamburg - Für die Beamten, die vergangenen November einen betrunkenen Fahrer auf seinem Elektroroller aus dem Verkehr gezogen haben, war Tarek Müller vermutlich nur einer von vielen. Die Reeperbahn und der Hamburger Berg sind bei Nacht bevölkert von allerlei Kiezgestalten, Partygängern und leider auch betrunkenen Verkehrsteilnehmern. Höchstwahrscheinlich war „Herr Müller“ den Beamten in diesem Moment kein Begriff

Mit 1,3 Promille hat man ihn erwischt. Seinen Führerschein hat man ihm abgenommen. Zusätzlich wurde ein Strafbefehl verhängt, eine mündliche Verhandlung hat nicht stattgefunden. Für die Festsetzung der Geldstrafe wurde das Einkommen von Tarek Müller bloß geschätzt. Von einem durchschnittlichen Einkommen ausgehend, hat dies zu einem Strafmaß von 30 Tagessätzen à 50 Euro geführt. Doch Tarek Müller wollte nicht zahlen. Wie der NDR berichtet, hat er stattdessen Einspruch gegen das verhängte Strafmaß eingelegt.

Müller ist millionenschwerer Unternehmer

Bei Tarek Müller (33) handelt es sich übrigens um keinen „Unbekannten“, sondern vielmehr um einen millionenschweren Unternehmer. Müller gründete einst das bekannte Start-Up „About You“, welches inzwischen zum Hamburger Traditionskonzern Otto Versand gehört. Der Wert von „About You“ liegt mittlerweile bei über einer Milliarde Euro. Müller wird eine Vorreiterfunktion im deutschen E-Commerce und eine tragende Rolle bei der digitalen Transformation des Versandhandelskonzerns zugeschrieben.

Höhere Geldstrafe für Tarek Müller

Von einem durchschnittlichen Einkommen, wie vom Gericht ursprünglich angenommen, kann man bei Müller deswegen gewiss nicht sprechen. Deswegen wurde sein Einspruch nun zum Eigentor: Das Gericht prüfte nämlich daraufhin seine Vermögensverhältnisse und passte die Tagessätze der Strafe entsprechend an. Und Müller kassierte beim Prozess nun eine Megastrafe: Er soll nun für das Vergehen tatsächlich sage und schreibe 80.000 Euro zahlen. Die Kammer legte dabei einen angepassten Tagessatz von 2670 Euro zu Grunde.

„Eine Strafe muss spürbar sein“, sagte die Richterin zur Begründung. Da Müller die eigene Situation durch seinen Einspruch verschlimmert hat, besteht für ihn nun noch die Möglichkeit, den Einspruch zurück zu ziehen. Dem müsste die Staatsanwaltschaft jedoch zuvor zustimmen.

Fabian Laube

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