IFA sorgt für Zuversicht in der Elektronikbranche

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Drei Prozent mehr Besucher als im Vorjahr verzeichnete die IFA 2011.

Berlin - Mehr Besucher, mehr Bestellungen - die größte IFA aller Zeiten hat der Elektronikbranche neue Hoffnung gebracht. Die kann einen Schub gut gebrauchen, gerade vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft.

Die zuletzt schwächelnde Elektronikbranche hat auf der IFA neue Kraft getankt und geht optimistisch ins Weihnachtsgeschäft. “Wir konnten erfreuliche Zuwächse erzielen und sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden“, resümierten die Veranstalter am Mittwoch am letzten Tag der weltgrößten Elektronikmesse in Berlin. Demnach kamen an den sechs Tagen 238 000 Besucher, drei Prozent mehr als 2010. Der Handel habe Waren für die geschätzte Summe von 3,7 Milliarden Euro bestellt, ein Plus von knapp sechs Prozent.

Fernseher und andere Elektronik waren in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 weniger gefragt gewesen. Mit der größten Ausgabe der IFA wollten die bis dahin erfolgsverwöhnten Hersteller die Nachfrage wieder ankurbeln. 1441 Aussteller präsentierten ihre Neuheiten auf insgesamt 140 200 Quadratmetern - im Mittelpunkt Fernseher mit Internet-Anschluss, die Vernetzung unterschiedlicher Geräte sowie flache Tablet-Computer.

Die Apple-Sensation "iPad"

Apple-Faszination "iPad"

Laut Messe kamen insbesondere mehr Fachbesucher. Die Zahl sei um knapp ein Achtel auf 132 900 gestiegen. 51 000 davon seien aus dem Ausland gekommen - doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Branche wertete den gestiegenen Auftragseingang bei ihrer größten Ordermesse als “generell positiv“.

Ein Hoffnungsträger für die Unternehmen ist “Smart TV“, die Verschmelzung von Fernsehen und Internet. Der größte europäische Hersteller Philips schmiedete auf der IFA mit seinen asiatischen Konkurrenten Sharp und LG sowie dem deutschen TV-Produzenten Loewe eine Entwicklungs-Allianz. Die Branche baut auch auf die Abschaltung des analogen Satellitenempfangs in Deutschland im April. 2,3 Millionen Haushalte mit vier bis fünf Millionen Fernsehern müssten ihre Technik erneuern, rechnet sie vor.

Gefeilt wird weiter auch am dreidimensionalen Fernsehen und am sogenannten vernetzten Haus. Die Deutsche Telekom und die Energiekonzerne Eon und EnBW stellten in Berlin die Plattform “Smart Connect“ vor, über die Haushaltsgeräte und Gebäudetechnik wie Heizung oder Jalousien gesteuert werden können. Im Ideenklau-Streit zwischen Samsung und dem US-Konzern Apple mussten unterdessen die Koreaner einen neuen Tablet-Computer vom IFA-Stand abbauen.

dpa

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser