Foto aus Köln erschüttert das Netz

"Hinterhältige und armselige Tat" - Obdachlose brutal zugerichtet

Köln - Es sind erschütternde Bilder, welche am 8. Dezember auf Facebook online gestellt wurden. Vor wenigen Tagen wurde eine Obdachlose wohl brutal zusammengeschlagen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Am 8. Dezember veröffentlichte Sven Lübeck, Initiator der „Little Homes“ für Obdachlose, erschreckende Bilder. Darauf zu sehen: Eine Frau mit schmerzerfülltem Gesicht. Blaue Flecken, Schnittwunden und weitere Blessuren zieren ihr Gesicht. 

Mit ihrem Einverständnis postete Sven Lübeck das Foto von Gabriele auf Facebook und zeigt sich erzürnt: "Wie kann man nur einer wohnungslosen Frau sowas antun. Das ist feige, eine hinterhältige und armselige Tat." Sein Beitrag wurde bereits über 300 Mal geteilt. (Stand: 11. Dezember, 16.30 Uhr)

Hat ihr Freund Gabriele so zugerichtet?

Gabriele lebt seit sechs Monaten zusammen mit ihrem Freund in einem Holzhaus von Sven Lüdeckes Organisation. Dort soll es nach Bild-Informationen, kurz bevor die Aufnahmen gemacht wurden, auch zu einem Streit zwischen dem Paar gekommen sein. Gabriele habe deshalb Sven Lüdecke verständigt; der wiederum die Polizei. Als die Ordnungshüter am Ort des Geschehens eintrafen, hatten sich die beiden bereits versöhnt. Beide sollen stark betrunken gewesen sein

Anschließend habe der Freund behauptet, dass sich Gabriele mit einem Hammer selbst geschlagen hätte, berichtet bild.de weiter.

Ermittlungen laufen

Was genau geschah, ist unklar. Auf Facebook erklärt die Organisation: "Leider ist auch das unsere Bewohnerin im Little Home passiert. Bitte verzeiht uns, wenn wir aktuell nicht mehr zum Tathergang oder zu dem Aufenthaltsort sagen können. Denn die Ermittlungen laufen noch."

"Wir stehen aktuell mit der Bewohnerin im Kontakt und engen Austausch auch mit den Behörden und mit allen möglichen Mitteln sind verschiedene Stellen gerade fleißig am helfen um die Situation von der Bewohnerin zu verbessern", fügt die Organisation an. 

Doch „Little Homes“ sieht die Sachlage kritisch. Sollte sich Gabi nicht an die Regeln halten, weiter Alkohol und Drogen konsumieren und sich nicht helfen lassen, wäre eine Unterbringung in ihren Häusern nicht mehr möglich. 

Tamara Lukowski/mz

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